Roco 64188 / 74139: ÖBB- & CD-Railjet (Letztserie)

Die ÖBB haben unter dem früheren Vorstandsdirektor des Personenverkehrs, DI Dr. Stefan Wehinger, ein neues Fernverkehrskonzept entwickelt. Der neue Paradezug der ÖBB wurde unter dem Schlagwort „Railjet“ geführt, geplant, gebaut und in Betrieb genommen. Für die Umsetzung dieses Konzeptes ist ein Arbeitsteam rund um Wehinger durch ganz Europa gepilgert, um sich verschiedene Zugkonzepte anzusehen, um sich Inspirationen zu holen und aus diesen Erkenntnissen den „Railjet“ zu formen. Daraus geworden ist eine Verlegenheitslösung aus der Beschaffung neuer, siebenteiliger Wendezüge unter Hinzuziehung schon vorhandener Lokomotiven des Typs Taurus 2. Das Konzept vereint mehr Nachteile als Vorteile, wiewohl auch die Bequemlichkeit der Garnituren insbesondere in der Dritten Klasse sehr zu wünschen übrig läßt. Die ÖBB haben insgesamt 51 siebenteilige, derartige Wendezuggarnituren bei Siemens beschafft, die für den Hochgeschwindigkeitsverkehr bestimmt sind. Der Wagensatz besteht aus einem Übergangs-2. Klasse-Wagen, drei baugleiche 2. Klasse Wagen, zunächst einen Buffetwagen mit 1. Klasse-Abteil – später umfunktioniert in einen Speisewagen -, einem reinen 1. Klasse-Wagen und einem schweren Steuerwagen 1. Klasse mit Taurus-Kopf.

Es wurden bei Siemens zunächst mehr Garnituren bestellt, als benötigten wurden. Nach einigen rechtlichen Problemen beider Vertragspartner, wurde ein Teil der gezogenen Optionen an die CD weitergerecht, die sieben derartige Wendezuggarnituren für die RJ-Verkehre Praha – Wien – Graz beschafften. Für die Traktion wurden ÖBB-Lokomotiven des Typs Taurus 3 gemietet und ins CD-Design umlackiert. Die für die CD gebauten Garnituren unterscheiden sich gegenüber den ÖBB-Garnituren in einigen Bereichen, insbesondere beim Steuerwagen. Dieselben Änderungen erfahren gerade die bei der ÖBB PV AG in Auslieferung befindlichen neun RJ-Garnituren 52 – 60 u. a. für Verkehre nach Italien.


Modellvorstellung

Roco hat fast gleichzeitig zur 1216 017 entsprechende Railjet-Garnituren mit formveränderten Steuerwagen ausgeliefert. Dabei handelt es sich um jene RJ-Garnituren, die für den Italienverkehr zugelassen sind. Nachdem das Set bei Auslieferung schon vergriffen war, folgte eine Nachauflage der Nachbauserie der RJ-Garnituren 52 bis 60 der ÖBB. An dieser Stelle sei nur erwähnt, daß die CD-Railjet baugleich sind.

Roco liefert den siebenteiligen Railjet in zwei Sets aus, und zwar als vierteiliges Grundset mit Steuerwagen und dem dreiteiligen Ergänzungsset mit Zwischenwagen. Das Grundset besteht aus den Fahrzeugen: Steuerwagen Afmpz 73 81 80-90 760-7; Endwagen 2. Klasse Bmpvz 73 81 84-90 160-6; Zwischenwagen 2. Klasse Bmpz 73 81 22-90 260-5 und dem Speisewagen mit 1. Klasse Abteil ARbmpz 73 81 85-90 660-4. Gegenüber den bisherigen Modellausführungen sind die geänderte Seitenwand des Steuerwagens sowie die Modifikationen für den Italien-Verkehr zu nennen. Optisch unterscheidet sich die Garnitur durch die einfachere Kennzeichnung der Türen mit nur einem orangen Seitenstreifen und dem roten Querbalken unterhalb der Stirnfenster an der Fahrzeugfront des Steuerwagens.


Bilder 64188/1

Neukonstruierten RJ-Steuerwagens A-ÖBB Afmpz 73 81 80-90 760-7 mit geändertem Fensterband.


Bilder 64188/2

A-ÖBB Bmpvz 73 81 84-90 1606- als RJ-Endwagen.


Bilder 64188/3

A-ÖBB Bmpz 73 81 22-90 260-9.


Bilder 64188/4

RJ-Speisewagen 1. Klasse A-ÖBB ARbmpz 73 81 85-90 660-4.


Modellvorstellung 74139

Text folgt


Bilder 74139/1


Bilder 74139/2


Bilder 74139/3