Märklin 39045: ÖBB 42.2513

Erst ab dem Jahre 1943 wurde eine zweite, schwere Serie von Kriegslokomotiven gebaut, die Reihe 42. Gegenüber der Baureihe 52 wies sie mehrere Verbesserungen am Lauf- und Triebwerk auf. Die Maschinen sollten in großer Stückzahl gefertigt werden. Das Ende des Krieges stoppte jedoch die Entwicklung. Zahlreiche Lokmotiven ware aber in den Werken halbfertig vorhanden. So kam es, daß auch nach dem Jahre 1947 solche Kriegslokomotiven geliefert wurden. Ein Teil davon ging allerdings nach Belgien und Frankreich. Insgesamt waren 868 Maschinen gebaut worden. Die Lokomotiven der Deutschen Bundesbahn waren bis 1960 im Einsatz. Viele davon waren im Saarland stationiert. Die Reichsbahn hatte 1968 noch einige Loks im Bestand. Dagegen viel früher sind die Lokomotiven der ÖBB aus dem Bestand geschieden, von denen zahlreiche nach Ungarn verkauft wurden. Zudem erhielt die ÖBB Neubauten von der WLF nach dem Zweiten Weltkrieg.


Modellvorstellung

Der Branchenführer überraschte letztes Jahr mit der Ankündigung einer neukonstruierten Schlepptender-Dampflokomotive der Reihe 42, mitunter auch bekannt als Kriegsdampflok 3 (KDL 3). Die Deutsche Reichsbahn hatte große Pläne bei der Beschaffung dieses Typs, die für Achslasten von 18 Tonnen ausgelegt war. Von den geplanten 8.000 Maschinen wurden gerade einmal ein knappes Achtel in Dienst gestellt.

Märklin hat sich bei seiner Neukonstruktion auf die Ausführung mit Wannentender der Bauart 2′ 2′ T30, geschlossenen Führerhausfenstern und ohne Windleitbleche entschlossen. Die Neukonstruktion ist trotz filigraner Ausführung und zahlreicher Gravuren weitgehend aus Metall gefertigt. Am Langkessel, aber auch am Führerhaus und am Wannentender sind sämtliche Leitungen erhaben dargestellt, zudem sind feine Nieten erkennbar. Das Fahrwerk gestattet durch die Unterbringung des Hochleistungsantriebes im hinteren Bereich des Langkessels einen freien Durchblick. Der geregelte Hochleistungsantrieb mit Schwungmasse treibt die Dampflokmotive über die vierte Kuppelachse und weiterführend über die Kuppelstangen an. Alle Kuppelachsen weisen ein unterschiedliches Seitenspiel auf. Einzelne Kuppelachsen sind noch zusätzlich gefedert. Die Antriebsachse ist zudem beidseitig mit Haftreifen bestückt.

Die Kuppelachsen weisen fein ausgebildete Speichen auf. Die Vorlaufachse ist als Vollrad ausgeführt. Davor sind die Schienenräumer mit großen Schaufeln montiert. Markant für die Baureihe 42 ist die Position des Spitzenlichtes. Die Scheinwerfer sind im Zylinderblock integriert. Die Beleuchtung erfolgt über warmweiße LED. Die Lok als auch der Tender sind mit einer Kurzkupplungskinematik nach NEM 362 ausgestattet. Lok und Tender verfügen über eine Kurzkupplung, die für den richtigen Abstand beider Fahrzeugteile sorgt.

Das neukonstruierte ÖBB-Modell wird mit der Loknummer 42.2513 ausgeliefert. Beheimatet ist die Maschine in der Zgfst. Mürzzuschlag. Mit dem letzten Untersuchungsdatum 10.08.53 der HW Knittelfeld ist das Modell ab der frühen Epoche III einsetzbar. Das ÖBB-Modell ist für beide Stromsysteme erhältlich und kann infolge der eingebauten, 21poligen Schnittstelle auch auf Digitalanlagen betrieben werden. Die Fahrzeugplatine befindet sich wie bei Märklin-/Trix-Modellen üblich unterhalb des Kohlekastenaufbaues im Tender.

Die Wechselstrom-Ausführung erscheint wie gewohnt unter dem Markennamen Märklin und wird serienmäßig bereits mit dem mfx+-Decoder ausgeliefert, der eine Vielzahl an Betriebs- und Soundfunktionen bietet. Bei Trix wird das Zweileiter-Gleichstrommodell verfügbar sein. Dieses Modell kommt ohne weitere „hochgezüchteten“ Spieledecoder aus. Der befahrbare Mindestradius für beide Modelle liegt bei 360 mm. Für größere Radien liegen die Kolbenschutzrohre zur Selbstmontage bei. Zusätzlich ist das Modell für den Einbau des Rauchsatz 7226 vorbereitet.


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