Güterzugbegleit­wagen Dihwo 93-67 – Roco 64479

Die Österreichischen Bundesbahnen verfügten nach dem Zweiten Weltkrieg über ein Sammelsurium an unterschiedlichen Wagenbauarten, deren Herkunft teilweise bis in die Monarchie hineinreichte. Diese Wagen waren bereits 30 Jahre alt und Baujahre von 1918 und älter waren somit keine Seltenheit, zudem war der Erhaltungszustand durch die Beeinträchtigungen des Krieges in den jungen Anfangsjahren der ÖBB sehr unterschiedlich.

Um eine Serie „moderner“ Güterzugbegleitwagen auf Basis der alten Untergestelle zu erhalten, wurde unter anderem als Beschäftigungsprogramm nach dem Zweiten Weltkrieg das Umbauprogramm „Spantenwagen“ bei den Hauptwerkstätten der ÖBB ins Leben gerufen. Derartige Umbauten fanden sowohl in St. Pölten als auch in Feldkirch statt und schufen dabei mehr als 1.000 neue Wagenbauten. Darüber hinaus entstanden in den Jahren 1957 bis 1962 eine ganze Serie von 68 derartigen Wagen, die aus zweiachsigen Wagen der Gattung Pwi und der Nummernserie 64400 entstanden sind. Die Umbauten erfolgten in der HW St. Simmering. Die als 67300 bis 67367 umgezeichneten und umgebauten Wagen erhielten noch zusätzlich die neue Wagengattung Di sowie eine tannengrüne Lackierung. Einige Fahrzeuge erhielten im September 1986 noch eine Computernummer, diese Wagen wurden fortan als 93-67 unter Beibehaltung der alten Ordnungsnummer geführt und sind heute noch im Einsatz. Einige Wagen kamen zur GKB.


Modellvorstellung

Die Spantenwagen aus dem Hause Roco stammen aus dem Formenfundus von Klein Modellbahn, der dieses Modell bereits vor Jahrzehnten unter der Artikelnummer 3762 in drei verschiedenen Betriebsnummern auflegte.

Das aktuelle Roco-Modell des Güterzugbegleitwagens Dihwo 93-67 wurde 2015 unter der Artikelnummer 64479 zu je einem UVP € 41,90 angekündigt und zum selben Preis auch ausgeliefert. Die Auslieferung der Modelle erfolgt wiederum in den bekannten Blisterboxen aus dem Hause Fleischmann.

Das Modell trägt die Gattungsbezeichnung Dihwo und die Betriebsnummer 50 81 93-67 323-5.  Der Wagen verfügt über Ganz- sowie Übersetzfenster, wobei die innenseitigen Schutzstangen im Fenstereinsatz eingraviert sind. Als Heimatbahnhof ist Mürzzuschlag angeschrieben. Das Revisionsdatum lautet auf Simmering 11.07.89. Der Wagen verfügt über Aussichtskanzeln im Arbeitsraum des Personals, die silbernen Gepäcktüren sind beweglich.

Das Modell ist vollständig aus Kunststoff gefertigt und befindet sich in der selben Fertigungsqualität wie die seinerzeitigen Modelle von Klein Modellbahn, aus dessen Formen die Neuauflagen stammen. Das Fahrzeug gehört in dieser Aufmachung eindeutig zur Epoche V, was allein schon durch die umbragraue Lackierung des Fahrwerkes erkennbar ist. Die monotone Lackierung in Tannengrün ist tadellos aufgebracht, die Anschriften sind alles gut lesbar.


Bilder