Piko 40500: DB-Baureihe 221

Der große Erfolg der Großdiesellokomotiven der Baureihe V 200 bewog die Deutsche Bundesbahn zur Weiterbeschaffung dieser Serie von 50 Lokomotiven in den Jahren 1962 bis 1965 bei Krauss-Maffei. Die Lokomotiven änderten ihr Aussehen nur geringfügig und waren leistungsmäßig stärker, weil zwei Aggregate mit jeweils 1.350 PS Verwendung fanden. Die Höchstgeschwindigkeit wurde beibehalten. Die Lokomotiven der Baureihe V 200.1 kamen im schnellen und schweren Personenzugdienst auf der Allgäubahn sowie im Schwarzwald zum Einsatz. Das Einsatzende erfolgte 1987/88. Einige Lokomotiven sind bis heute der Nachwelt erhalten geblieben.


Modellvorstellung

Nachdem Piko die Baureihe V 200.1 bzw. 221 bereits als H0-Modell umgesetzt hat, folgt dieses Vorbild als Neukonstruktion die die Baugröße N als Formneuheit 2019. Die Lok war zwar für das erste Quartal 2019 angekündigt, ausgeliefert wurde diese Ende November 2019, passend zum Weihnachtsgeschäft. Das Modell ist als Analogmodell unter der Artikelnummer 40500 und zum UVP von € 99,99 erhältlich. Die Sound-Version (Artikelnummer 40501) ist zum UVP von € 199,99 im Fachhandel erhältlich.

Verpackung

Die Auslieferung der DB-Streckendiesellokomotive erfolgt in der bekannten Piko-Blisterbox, in welchem das Modell nach Abzug des Oberteiles und der Abnahme des Schutzdeckel aus der paßgenauen Plastikeinlage entnommen werden kann. Unter dem Plastikeinsatz sind die Betriebsanleitung und das Ersatzteilblatt beigelegt. Der Zurüstbeutel beinhaltet zwei geschlossene Frontschürzen, die nachträglich am Modell montiert werden können. Diese Teile dienen u. a. zur Darstellung als Vitrinenmodell.

Technik

Die Antriebstechnik des Modells ist innerhalb des Lokgehäuses untergebracht. Das Gehäuse ist von der Unterseite des Modells mit zwei Schrauben befestigt. Diese befinden sich im Übergang von Drehgestellblenden und Unterfluranbau der Lok. Der Versuch, die Lok zu Öffnen, scheitere jedoch, da kein passender Schraubenzieher zu finden war, obwohl die Auswahl groß ist. Grundsätzlich sollte aber nach dem Aufschrauben das Gehäuse nach oben abziehbar sein. Die Fahrzeugplatine ist über dem Motorblick angeordnet und ist mit einer Digital-Schnittstelle des Typs Next18 versehen.

Der Motor ist zwischen der Platine und dem Führerhaus im Rahmen eingelagert und verfügt über zwei große Schwungmassen mit angeschlossenem Wellenstummel. Die Kraftübertragung erfolgt mittels Kardanwellen und Schnecken-/Zahnradgetriebe auf beide Drehgestelle. Alle Achsen sind angetrieben. Mit Haftreifen versehen sind die Achsen 2 und 3 jeweils einseitig. Die Neukonstruktion ist natürlich beidseitig mit einer NEM-Kurzkupplungskulisse versehen.

Fahreigenschaften

Das Modell bringt lediglich 108 Gramm Eigengewicht auf die Waage. Das Vorbild hat eine Höchstgeschwindigkeit von 140 km/h. Messungen bei 12 V Gleichstrom ergaben umgerechnete Werte von ca. 120 km/h. Diese ist gegenüber der Vorbildgeschwindigkeit um ca. 15 % zu langsam, gegenüber dem NEM-Wert mit der Draufgabe von 50 % um gerade einmal ca. 65 % zu langsam.

Optik

Eine gelungene Kopfform trägt markant zum Erscheinungsbild des Modells bei. Maßgeblich verantwortlich sind dafür korrekte Rundungen, gepaart mit mit den unteren Doppellampen, der Lufteintrittsgitter sowie der Nachbildung der großen Frontklappe. Obwohl das N-Modell nur vereinfacht bestimmte Fahrzeugdetails wiedergeben kann, sind einzelne Anbauteile wie Scheibenwischer, Griffstangen an der Fahrzeugfront udgl. nur dezent erhaben dargestellt und sauber eingefärbt.

Auch die Seitenwand ist mit feinen Gravuren versehen, indem die einzelnen Wartungsklappen, Lüftergitter und andere Bauteile entweder fein graviert oder dreidimensional dargestellt wurden. Gleiches gilt auch für das Fahrzeugdach, indem nicht nur die vielen Wartungsluken ersichtlich sind, sondern auch fein geriffelte Lüftergitter, vermutlich als Ätzteile. Paßgenau sind auch die Fenstereinsätze.

Die Drehgestelle sind dreidimensional durchgebildet und weisen eine frei Sicht zu den Radscheiben der 221 auf. Diese Teile sind alle aus Kunststoff gefertigt. Der Lokrahmen ist zur Erhöhung des Eigengewichtes aus Metall gefertigt und ist genauso mit feinen Gravuren bei den verschiedenen Wartungsklappen versehen.

Farbgebung und Beschriftung

Das Modell ist aufgrund der runden Bauformen tadellos lackiert und bedruckt. Die Zierlinien sind sauber lackiert. Einige erhabene Bauteile sind ebenfalls trennscharf lackiert. Alle Anschriften sind lupenrein aufgetragen. Das Modell ist mit der Betriebsnummer 221 115-9 beschriftet, es gehört zum Bw Lübeck/BD Hamburg. Die Revisionsanschriften lauten auf REV U2 Nür 30.6.66.

Beleuchtung

Das Modell ist mit LED ausgestattet. Wartungsarme, warmweiße und rote LED dienen zur Darstellung der Spitzenbeleuchtung bzw. des Schlusslichtes. Die Spitzenbeleuchtung ist dreifach belegt und besteht aus den zwei unteren Lampen.


Bilder