Liliput 141488 – ÖBB 298.52

Die Reihe 298 bzw. die KkStB-Reihe U gilt als die populärste Schmalspurdampflok der Alpenrepublik. Diese von 1897 bis 1913 vorwiegend von der bekannten österreichischen Lokomotivfabrik Krauss in Linz gebaute Reihe wurde mit über 50 gebauten Maschinen die zahlenmäßig stärkste Dampflokbauart Österreichs auf 760 mm Spurweite. Ursprünglich nahm die Murtalbahn 1897 vier dieser Naßdampf-Tenderlokomotiven (heutige StLmB U 8 – 11) in Betrieb, weshalb sie später die Reihenbezeichnung U (U = Unzmarkt, Anfangsstation der Murtalbahn) erhielten. In weiterer Folge wurden aufgrund ihrer Bewährung rund 40 Loks auch von den KkStB für die eigenen und die auf Rechnung betriebenen Privatbahnen in Dienst gestellt. Sechs Exemplare gingen an die NÖLB (spätere ÖBB 298.51 – 56), vier Stück an die Bregenzerwaldbahn (spätere ÖBB 298.24 – 27), drei Loks an die Ybbstalbahn und sechs Loks an die Steyrtalbahn (spätere ÖBB 298.101 – 106). Darüber hinaus gab es Beschaffungen von modifizierten Ausführungen der Reihe U, und zwar als Verbunddampfvariante (Reihe Uv) bzw. als Heißdampfvariante (Reihe Uh). Die letzten Loks der Reihe 298.0 schieden 1982 vom Planbetrieb aus.


Modellvorstellung

Die bekannte, österreichische Loktype Reihe U gehörte schon zu Zeiten von Liliput Wien zum Fixpunkt im Sortiment in der Spurweite H0e. Das Modell wurde im Laufe der Jahre überarbeitet und neu aufgelegt, sodaß auf eine Auflistung der bisherigen Modelle hier verzichtet wird. Einen Überblick vermitteln meine Modellbahnlisten – hier auf dieser Homepage.

Das gegenständliche Modell mit der Artikelnummer 141488 wurde 2015 als Neuheit angekündigt und konnte ebenfalls erst jetzt im April 2016 ausgeliefert werden. Liliput hatte damals die 298.52 als Epoche III/IV-Ausführung der Steyrtalbahn angekündigt. Das neue Modell ist zum UVP von € 199,– im Fachhandel erhältlich.

Verpackung

Liliput liefert die 298.52 in der üblichen Kartonverpackung aus. Die zierliche Dampflok wird in einer paßgenauen, zweifachen Hartplastikeinlage ausgeliefert, darunter befindet sich die Betriebsanleitung und das Ersatzteilblatt. Der Zurüstbeutel ist in die Hohlräume der Plastikeinlage mit Tixo fixiert. Bei der Inbetriebnahme der Lok müssen im Bereich der Nachlaufachse zwei kleine Schaumstoffstreifen entfernt werden.

Technik

Die beengte Dimension des Modells lassen nur räumlich begrenzte Antriebskomponenten zu. Diese sind unter dem Kessel angeordnet und sind im Fahrzeugrahmen eingepaßt. Zum Öffnen des Gehäuseteiles (Führerhaus und Kessel) ist ein schmaler Schraubenzieher notwendig, um den Kohlekasten am hinteren Eck vom Fahrgestelle zu lösen, wobei sich infolgedessen die beiden Deckel der Wasserkästen lösen.

Der Motor ist im Fahrzeugrahmen eingelegt und wird durch eine Abdeckung nach oben abgegrenzt. Die Entfernung erfolgt durch Lösen eines Schraubens. Der Motor hat führerstandsseitig eine kleine Schwungmasse montiert, auf der gegenüberliegenden Seite erfolgt mittels angeflanschter Welle die Kraftübertragung auf die Zahnräder aller drei Kuppelachsen. Die Stromabnahme erfolgt über alle drei Antriebsachsen.

Optik

Obwohl Liliput vor Jahren eine Überarbeitung des Modelles vornahm, die im wesentlichen das Fahrwerk betraf, ist die alte Konstruktion des Gehäuses gut erkennbar. Die Nietenreihen wirken grobkörnig, zudem sind die Griffstangen allesamt am Gehäuse angespritzt. Die weiteren Detailierungen der Lok sind gut getroffen. Das Modell erfährt allerdings eine optische Aufwertung, wenn noch die beiliegenden Zurüstteile im extra beiliegenden Zurüstbeutel montiert werden.

Farbgebung und Bedruckung

Die Schmalspurdampflok ist in den Farben schwarz bzw. rot lackiert. Aufschlußreicher ist dagegen die Beschriftung. Alle Anschriften sind sauber aufgebracht. Die 298.52 gehört zur Zfst. Garsten (Steyrtalbahn), als letztes Untersuchungsdatum ist der 25.02.71 der HW Knittelfeld angeführt.

Beleuchtung

Nicht vorhanden.


Bilder