Trix 22933: DB 103 167 mit heb-/senkbaren Pantografen

Die DB beschaffte in den 1960er Jahren vier Vorserienlokomotiven mit der neuen Baureihenbezeichnung E 03, die im hochwertigen Reisezugverkehr mit einer Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h einsetzbar waren. Der positiven Erfahrungen führten zur Serienbeschaffung von 145 Loks, die zwischen 1970 und 1974 als BR 103.1 in zwei Längenausführungen geliefert wurden. Als Hersteller traten die Firmen Henschel, Krauss-Maffei und Krupp im mechanischen Teil; AEG, BBC und Siemens für den elektrischen Teil auf. Die BR 103.1 erreicht ein Gewicht von 114 t und erwies sich im Planbetrieb als „Büffel“. Die 103er waren bis zur Indienststellung des ICE 1 und der BR 101 das Rückgrat im hochwertigen TEE, EC- und IC-Verkehr und kamen sogar planmäßig bis in die Schweiz (Basel SBB) und Österreich zum Einsatz. Heute stehen noch vier 103 betriebsfähig im Einsatz, darunter auch die 103 245 in München, die 103 113 und 235 für den DB Fernverkehr in Frankfurt und die 103 222 für DB Systemtechnik, wobei letztgenannte im Jahr 2014 an das private EVU railadventure in München veräußert wurde.


Modellvorstellung

Die Baureihe 103 ist für jeden deutschen Modellbahnhersteller das Pflichtmodell ohnehin, sodass die Jahrzehnte alte Konstruktion einer Überarbeitung unterzogen und mit neuen digitalen Komponenten technisch hochgezüchtet wurde.

Das Neuheitenprogramm der Firma Trix sieht eine Neukonstruktion der kurzen Baureihe 103 vor, die neben einem korrekten Dachgarten auch als besonderes Highlight bewegliche Stromabnehmer hat, die nur im Digitalbetrieb verwendbar sind. Das Gleichstrom-Modell erscheint bei Trix unter der Artikelnummer 22933 und ist zum UVP von € 399,99 erhältlich. Das Pendant für die Märklin-Modellbahner ist dort unter der Artikelnummer 39150 zum selben UVP erhältlich.

Verpackung

Die Auslieferung erfolgt in der bekannten Märklin-Verpackung. Nach dem Abzug des Kartonschubers wird die stabile Plastikverpackung zugänglich, in welchem das Modell mit abermaligen Plastikschuber sicher für den Transport fixiert wurde. In der Plastikverpackung ist noch ein Zurüstbeutel beigelegt, darin finden sich geschlossene Frontschürzen und die dazugehörigen Bremsschläuche, um das Modell entweder als Vitrinenstück oder vorbildgerechter Frontschürze darzustellen. Die Betriebsanleitung und weitere Dokumente sind wie gewohnt im Kartonschuber seitlich in die Kartonschachtel eingeschoben.

Technik

Die Antriebstechnik ist unter dem Metallgehäuse verstaut. Das Metallgehäuse ist auf dem Chassis aufgesetzt. Für die Abnahme muss an der Unterseite der mittelere Unterfluranbau entfernt werden, sodann werden die beiden Befestigungsschrauben sichtbar und zugänglich. Das Gehäuse lässt sich aber nicht zur Gänze abnehmen, sondern ist mit zwei Kabelverbindungen an der Platine befestigt. Die Kabelverbindung dient zur Stromversorgung der beiden Pizio-Motoren für die beweglichen Stromabnehmer. Aber Achtung, die Schubstangen für die Stromabnehmer ragen in den Innenraum.

Die Fahrzeugplatine ist auf dem Metallchassis befestigt. Diese ist mit einer Digital-Schnittstelle mtc-21 bestückt. Das Modell wird serienmäßig mit einem mfx-Decoder ausgeliefert, der auch im Dcc-Modus und unter analogen Anlagenbedingungen funktionieren sollte.

Ein Mittelmotor (Hochleistungsantrieb) mit Schwungmasse ist im Metallrahmen der Lok eingelassen und sorgt via Kardanwellen und Stirnradgetriebe für den Antrieb auf vier Achsen. Die Mittelachsen der Drehgestelle sind antriebslos. Haftreifen sind jeweils einseitig an den Achsen 3 und 4 aufgezogen. Die Stromabnahme erfolgt über zwei Achsenpaare. Die Neukonstruktion ist beidseitig mit einer Kurzkupplungskulisse nach NEM ausgestattet.

Fahreigenschaften

Das Eigengewicht beträgt 679 Gramm. Die Vorbildgeschwindigkeit beträgt 200 km/h. Messungen bei 12 V Gleichstrom ergaben einen umgerechneten Wert von ca. 68 km/h. Die berechnete Modellgeschwindigkeit ist gegenüber der Vorbildgeschwindigkeit um ca. 66 % zu niedrig, gegenüber dem NEM-Wert – unter Berücksichtigung der Erhöhung um 30 % – ist sie sogar um ca. 96 % zu niedrig

Optik

Die aktuelle Fahrzeugkonstruktion wurde als Metallkonstruktion ausgeführt. Das Modell ist mit sauberen Gravuren versehen, indem alle Fahrzeug-spezifischen Besonderheiten umgesetzt wurden. Feine Gravuren sind auch an den Seitenlüftern ertastbar. Die Lüfterpaare sind in das Lokgehäuse angraviert, ebenso die Maschinenraumtüren und die Türgriffe. Die dazugehörigen Griffstangen sind wiederum als eigens angesetzte Teile in die Gehäuseform eingeschoben. An der Frontpartie sind die Scheibenwischer bereits werkseitig montiert, die UIC-Dosen sind erhaben dargestellt. Am Dach finden sich zwei Scherenstromabnehmer sowie ebenfalls fein gravierte Lüftergitter im Dachaufbau. Die Isolatoren wirken zierlich und filigran. Die Dachleitung besteht aus gebogenen Stahldraht. Die Dachtritte sind fein geriffelt ausgeführt. Die Drehgestelle sind dreidimensional durchgebildet.

Farbgebung und Beschriften

Die Rheingold-Lackierung mit zusätzlichem Zierstreifen ist vorbildgerecht und tadellos umgesetzt. Die Fahrzeuganschriften sind sauber und lupenrein ausgeführt. Die 103 167-3 ist beim Bw München Hbf (BD München) stationiert, und als Revisionsdatum ist das Abnahmedatum REV MF 30.08.71 abgedruckt.

Beleuchtung

Märklin hat bei diesem Fahrzeug warmweiße LED verbaut, die richtungsabhängig weiß bzw. rot leuchten.

Bilder