Piko 40420: NS 2400

Die Indienststellung der dieselelektrischen, vierachsigen Drehgestelllokomotiven der Reihe 2200 fällt in den Zeitraum von 1955 bis 1958 und war seinerzeit vom Traktionswechsel von Dampf- auf Dieselloks geprägt. Während die Reihe 2200 ein Endführerstand aufwies, hatten die ebenfalls in dieser Zeit beschafften Lokomotiven der Reihe 2400 ein leicht nach innen versetzten Führerstand. Die Lokomotiven der Niederländischen Staatsbahnen wurden ausschließlich von westeuropäischen Herstellern gefertigt. Von der bis zu 80 km/h schnellen Reihe 2400 wurden ab 1954 130 Lokomotiven in Dienst gestellt. Zunächst trugen die ersten Lokomotiven noch bis 1956 die himmelblaue Farbgebung. Die restlichen Loks erheitlen schon die rotbraune Farbgebung und besaßen große Lokschilder an den Fronten und kleinere Lokschilder an den Seitenwänden. Ab 1971 wurden die Lokomotiven ins neue Farbschema der NS in gelb und grau umlackiert. Die Loks waren hauptsächlich im Norden des Landes im Einsatz, zunächst im Personenzugverkehr und später auch vor Güterzügen. Die Lokomotiven waren mit einer Mehrsystemsteuerung ausgestattet, wobei in der Regel bis zu drei Loks eingesetzt wurden. Einige Lokomotiven der Reihe 2400 wurden im Zuge von Unfällen ausgemustert, weitere beschädigte Exemplare wurden dann nach 1982 auch verschrottet. Der Einsatz der Reihe 2400 endete im Jahr 1991. Fünfzig Loks wurden zwischen 1990 und 1992 an die SNCF für den Bau von Hochgeschwindigkeitsstrecken als BB 62400 und 62500 weitergereicht.


Modellvorstellung

Piko hat diese Diesellokreihe anläßlich der Jahresneuheiten 2018 als Formneuheit angekündigt. Angekündigt ist die Ursprungsvariante in himmelblauer Farbgebung unter den Artikelnummern 40420 (Analog-Ausführung zum UVP € 179,99) und 40421 (Sound-Ausführung, UVP € 279,99) bzw. in der grau/gelben Lackierungsvariante mit Rumdumleuchte als Epoche IV-Modell unter den Artikelnummern 40422 (Analogversion) bzw. 40423 (Soundlok) zu den selben UVPs.

Verpackung

Die Auslieferung der NS-Lokomotive erfolgt in der bekannten Piko-Blisterbox, in welchem das Modell nach Abzug des Oberteiles und der Abnahme des Schutzdeckel aus der paßgenauen Plastikeinlage entnommen werden kann. Unter dem Plastikeinsatz sind die Betriebsanleitung und das Ersatzteilblatt beigelegt. Der Zurüstbeutel ist in der Plastikeinlage angeklebt und beinhaltet verschiedene Zurüstteile. Die beiliegenden Teile sind aber vielfach für die Aufrüstung als Vitrinenmodell gedacht.

Technik

Die Antriebstechnik des Modells ist innerhalb des Lokgehäuses untergebracht. Das Gehäuse ist von der Unterseite des Modells mit zwei Schrauben befestigt. Diese Kreuzschrauben befinden sich gut versteckt hinter den Drehgestellblenden. Nach dem Aufschrauben ist das Gehäuse nach oben abziehbar. Beim Innenleben fällt auf, daß die Zentralplatine stehen im längeren Vorbau untergebracht ist. Diese verfügt über eine Digital-Schnittstelle des Typs Next18 auf.

Der Motor ist zwischen der Platine und dem Führerhaus im Rahmen eingelagert und verfügt über eine Schwungmasse mit angeschlossenem Wellenstummel, der für die Kraftübertragung mittels Zahnradgetriebe auf das hintere Drehgestell mit beiden Achsen sorgt. Die letzte Achse ist beidseitig mit Haftreifen versehen. Das Modell verfügt beidseitig über eine Kurzkupplungskulisse mit NEM-Schacht.

Fahreigenschaften

Das Modell bringt lediglich 71 Gramm Eigengewicht auf die Waage. Das Vorbild hat eine Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h. Messungen bei 12 V Gleichstrom ergaben umgerechnete Werte von ca. xxx km/h. Diese ist gegenüber der Vorbildgeschwindigkeit um ca. xxx % zu schnell, gegenüber dem NEM-Wert mit der Draufgabe von 50 % um gerade einmal ca. xxx % zu langsam. (Daten folgen)

Optik

Piko hat die zahlreichen Details bei seiner Neukonstruktion berücksichtigt. Die unterschiedlich langen Vorbauten weisen zahlreiche feine Gravuren auf, mit denen nicht nur die Seitentüren einschließlich der Lüftergitter und sonstiger Abdeckungen nachgebildet werden, sondern auch am Führerhaus ersichtlich sind. Das Lokgehäuse ist aus Metall gefertigt. Das einzelne Seitengeländer sitzt sehr robust im Rahmen und wird durch mehrere freistehende Haltegriffe ergänzt. Die Fenstereinsätze sind paßgenau im Gehäuse eingesetzt. Die großen und kleinen Scheinwerfer weisen feine Lampenfassungen auf. Die Scheibenwischer sind angespritzt, dafür leicht erhaben dargestellt. Die Drehgestelle sind dreidimensional nachgebildet und überzeugen durch ihre Tiefenwirkung.

Farbgebung und Beschriftung

Aufgrund der Konstruktion konnten verschiedene Fahrzeugteile  gleich richtig eingefärbt produziert werden. Das Führerhaus und die Motorhaube bzw. die Vorbauten sind himmelblau lackiert. Die mehrfarbigen Fahrzeuganschriften sind aufgedruckt. Die wenigen Anschriften sind alle trennscharf und unter der Lupe gut lesbar aufgetragen. Revisionsanschriften oder Angaben zur Beheimatung sucht man am Modell vergeblich.

Beleuchtung

Das Modell ist mit LED ausgestattet. Wartungsarme, warmweiße und rote LED dienen zur Darstellung der Spitzenbeleuchtung bzw. des Schlusslichtes. Die Spitzenbeleuchtung ist dreifach belegt und besteht aus den zwei unteren großen Lampen und oben rechts. Die kleinen Scheinwerfer oben dienen zur Darstellung des Schlußlichtes und sind zweifach belegt.


Bilder