Brawa 47973: Bauart Oppeln – SAAR

Die Bauart Ghs Oppeln wurde als dritte gedeckte Güterwagenbauart in Schweißtechnik gebaut, nachdem zuvor eine lange Ausführung als Ghs Oppeln (spätere Gs 31) und der vierachsige GGhs Dresden (GGhs 41) entstanden sind. Die Beschaffung der Serie begann 1938 in Serie und mit dem Ausbruch des Krieges steig der Bedarf rasant an. Baumerkmale der Wagenserie sind der verlängerte Achsstand auf 6 Meter und ein dadurch erforderlich gewordenes Sprengwerk, indem gegenüber der Vorgängerbauart Gr Kassel auf die Verwendung von Knotenblechen an den Verbindungspunkten der Profile aufgegeben und eine Hildebrand-Knorr-Bremse mit Bremssteller P und G eingebaut wurde. Diese Konstruktion wirkte sich positiv auf die Laufruhe des Wagens aus und erlaubte die Festlegung der Höchstgeschwindigkeit auf 90 km/h. Die Deutsche Reichsbahn hat insgesamt 28.077 Wagen bauen lassen, davon besassen 6.150 Wagen eine Handbremse. Die handgebremsten Wagen sowie ein Teil ohne dieser waren mit einer Dampfheizung ausgestattet, womit ein Einsatz in Personenzügen möglich war.

Der Bestand der Wagenfamilie der Oppeln verteilte nach Beendigung des Zweiten Weltkrieges auf ganz Europa und wurde von den jeweiligen Nachfolgebahnverwaltungen in deren Bestände übernommen. Bei der DB wurden die Fahrzeuge als Gms 30 in den Bestand eingereiht, von denen ein beachtlicher Teil im EUROP-Park eingestellt war. Die letzten Fahrzeuge dieser Bauart verblieben bis Ende der 1970er Jahre in den Diensten der DB.


Brawa 47973 – SAAR Gms 30

Die Verbreitung der Wagen nach dem Zweiten Weltkrieg sorgt für eine Fülle an Modellbahnvarianten dieser Wagenbauart, wobei die Wagen auch zur SAAR kamen und auch dort im EUROP-Park eingestellt waren. SAAR ist die Kurzbezeichnung für die Eisenbahn des Saarlandes, die als Staatsbahn zwischen 1951 und 1956 existierte und mit dem Beitritt des Saarlandes zur Bundesrepublik Deutschland mit 1. Jänner 1957 bei der Deutschen Bundesbahn aufging.

Brawa hat in den diesjährigen Neuheiten ein Modell mit Handbremse angekündigt, das zum UVP von € 39,90 in den Fachhandel gelangte. Der Hersteller liefert das Modell in der bekannten, robusten Plastikverpackung aus. Es ist mit Seidenpapier und Folie umwickelt und in einer zweiteiligen Blistereinlage verpackt. Beigepackt ist noch ein Zurüstbeutel mit Kupplungen und Kupplungshaken sowie Bremsschläuchen.

Der Güterwagen trägt die Betriebsnummer 17002 der SAAR und gehört der Bauart Gms 30 an, der nicht nur im EUROP-Park eingestellt ist, sondern auch das RIV-Zeichen trägt. Dazu passend sind auch die Revisionanschriften (Unt Sbr – Bu 12.3.56) zu betrachten. Der Wagenkasten weist zahlreiche saubere Gravuren auf und zeichnet sich durch verschiedene Details am Wagenkasten aus. Sauber umgesetzt sind auch die Metallprofile sowie die Nietreihen an der Außenhaut, die Lüftergitter sind dezent angraviert. Im Wagenkasten sind verschiedene Teile extra angesetzt. Diese reichen von verschiedenen Handgriffen über Türriegel und Signalhalterungen bis hin zur Bremserbühne. Am Wagenboden ist die Bremsanlage vollständig dargestellt, die außenliegenden Bremssteller sind mehrfarbig dargestellt. Zwischen Bremsanlage und Wagenboden ist die Kurzkupplungskulisse mit Norm-Schacht eingelassen. Am Sprengwerk sind die Trittstufen für die Seitentüren befestigt.


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