Piko 51622 / 51624 / 51628: ÖBB 1044 / 1144

Der Schock muss tief gesessen sein, als der damalige Bundeskanzler Bruno Kreisky bei einem Staatsbesuch in Schweden moderne Triebfahrzeuge geordert hat. Es war vor allem ein Zaunpfahl gegenüber der heimischen Fahrzeugindustrie, hinsichtlich Innovation offener zu sein. Wie erinnerlich, hat ASEA schon länger Lokomotiven mit Thyristorsteuerung gefertigt, einige Vertreterinnen dieser Lokfamilie waren sogar in Österreich zu Probefahren.

Eine zunächst angedachte Weiterbeschaffung der schwedischen Type schied aufgrund der geringen Höchstgeschwindigkeit von 135 km/h von vorne herein aus, nachdem auf dem Streckennetz der ÖBB bereits eine Höchstgeschwindigkeit von 140 km/h galt und zudem im grenzüberschreitenden Verkehr – gerade mit der DB – sich eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h abzeichnete. Auch die bis 1977 in Beschaffung befindliche Reihe 1042 war zu langsam, und die von ASEA im Angebot befindliche 160 km/h Variante litt an zu geringer Zugkraft. Schließlich war aber die Zugkraft das maßgebliche Kriterium bei der Beschaffung der 1043.

Die ÖBB beschlossen daher – auf Basis der Reihe 1043 und unter Beachtung der Probefahrten mit der BLS Re 4/4 sowie unter Bedachtnahme der aktuellen Entwicklungen bei der Rhätischen Bahn – eine für österreichische Verhältnisse taugliche Thyristorlok zu bauen, die nach wie vor alle Vorzüge der 30 % höheren Zugkraft im Vergleich zur Reihe 1043 aufweisen sollte.

Die österreichische Schienenverkehrsindustrie, namentlich SGP für den mechanischen Teil und BBC (federführend), ELIN und Siemens für den elektrischen Teil, lieferten 1974 den ersten Prototypen als 1044.01 ab. Der Prototyp 1044.02 folgte um einige Monate später. Beide Loks unterschieden sich lediglich in der Ansteuerung der Thyristoren. Die 1044.01 wurde mit einer Achtbrückenschaltung und die 1044.02 mit einer Quasi-Vierbrückenschaltung geliefert. Da im Zuge von Erprobungen keinerlei Unterschiede konstatiert wurden, wurde bei den Serienloks die Vierbrückenschaltung bevorzugt.

Die ÖBB bestellten in zwei Tranchen jeweils 24 Loks. Monatlich wurden je zwei Lokomotiven abgeliefert, allerdings geriet die Serienlieferung nach massiven Probleme alsbald ins Stocken. Nach vermehrten Radreifenbrüche setzte der harte Winder infolge Flugschnee den Motoren sehr zu, und Kurzschlüsse setzten viele Maschinen außer gefecht. Das Problem wurde durch Zyklonabscheider in den Lüftergitter beseitigt, sodaß bis 1987 insgesamt 126 Lokomotiven in Dienst gestellt wurden, währenddessen im selben Jahr aus dem Prototyp 1044.01 die Schnellfahrlok 1044.501 wurde.

Weitere 90 Lokomotiven einer modifizierten Nachbauserie wurden zwischen 1989 und 1995 als 1044.201 bis 290 beschafft. Während dieser Zeit kam es zu zahlreichen Unfällen und erneuten Wiederaufbauten. Davon betroffen waren die Lokomotiven 1044.023, 043, 072, 077, 092, 117 und 241. Hinter der 1044.200 verbarg sich die nach einem Neuaufbau und nach mehrmaliger Umzeichnung entstandene 1044.051. Die Lokomotiven der Reihe 1044.2 wurden zwischen 2002 und 2005 zur Reihe 1144.200 umgebaut. Der Umbau der Hauptlieferserie zur Reihe 1144.0 erfolgte in den Jahren 2009 bis 2013. Bei diesen Umbauten wurde einerseits eine Serienangleichung (Reihe 1044.200) vorgenommen sowie andererseits die technische Möglichkeit der Tandemsteuerung und der Einsatz im Wendezugbetrieb geschaffen.

Der Lokkasten wurde als selbsttragende Konstruktion ausgeführt und ist auf der Brücke verschweißt. Die Seitenwände haben wieder zwischen den beiden, in den Maschinenraum verlegten Führerstandtüren unterhalb der vier Bullaugen Sicken. Das Aussehen ähnelt sehr der Reihe 1043. Die beiden Endführerstände sind geräumig und haben große Frontfenster. Sie sind zusätzlich mit einer Rammsäule zwischen den Fenstern verstärkt. Der Rahmen ist aus ebenen und gekanteten Blechen geschweißt, an den Stirnenden sind die Zug- und Stoßvorrichtungen angebracht. Dieser trägt im Maschinenraum den mittig angeordneten Transformator mit Ölkühlern und Glättungsdrosseln. Es folgen die Traktionsstromumrichter, die vier Fahrmotoren sowie verschiedene Elektronikschränke. Die Lüfter sind in der Dachschräge unterbracht und unterscheiden sich wie folgt: 1044.01 bis 70 haben niedrige, großmaschige Lüfter, 1044.71 bis 95 und 97 haben durchlaufende Düsenlüfter im Dachkantenaufsatz, die 1044.96 und 98 bis 126 haben grobe Großgitter. Die 1044.200ff haben Lüfter mit runden Schalenelemente zur Schallreduktion. Der Hauptrahmen mit dem Lokkasten ruht über vier Punkte auf den acht Flexicoil-Federn. Die Drehgestelle sind eine geschweißte Kastenkonstruktion mit Längs- und Querträgern. Die Zugkraftübertragung erfolgt über tiefangelenkte Zugstangen auf die Brücke. Die Loks der Reihe 1044.0 sind blutorange mit elfenbeinfarbigen Zierstreifen lackiert. Das Dach ist ebenfalls elfenbein, und das Fahrwerk samt Rahmen ist tiefschwarz. Ab der 1044.111 wurden das Dach und das Fahrwerk samt Rahmen umbragrau lackiert. Hiervon abweichend sind die 1044.092 und 117, die (nach Wiederaufbau von Unfällen) ein „Schachbrettmuster“ erhielten. Diese Farbgebung erhielten auch die 1044.201 bis 203. Die 1044.200 und 204 bis 290 erhielten wiederum ein anderes Farbkleid. Das Fahrwerk, der Rahmen und die Brille sind umbragrau, der Kasten ist verkehrsrot und wird von einer achatgrauen bzw. verkehrsgrauen Bauchbinde unterbrochen. Die Schnellfahrlok 1044.501 erhielt aufgrund ihres besonderen Status eine Sonderlackierung. Im Zuge von TA-Ausbesserungen (Teilausbesserung mit Anstrich) wurden fast alle Maschinen der Reihe 1044.0 dem Farbschema der 1044.204ff angeglichen. Aber es gab auch Sonderlinge wie die 1044.282 („Confetti“-Lok) oder 1044.018 als „Euro-Lok“ sowie auch die 1044.021 als Design-Entwurf mit großen ÖBB-Embleme à la 1822 am Lokkasten.

Zur Geschichte hinter der hier vorgestellten 1044 100-4: Die Gewerkschaft der Eisenbahner benötigte für ihre Sonderzüge im September 1985 von Wien-Westbahnhof nach Bad Aussee bzw. nach Hallein einen optischen „Hingucker“. Einige engagierte Lokführer stellten daher das Ansuchen, für diesen Zweck die 1044.100 einer besonderen Gestaltungunterziehen zu dürfen. Die Umgestaltung erfolgte durch Anbringen weißer und roter Klebefolien auf Kosten der Gewerkschaft. In diesem Design war die Maschine noch längere Zeit im Einsatz.

Für weiterführende Informationen zu dieser Baureihe sei auch das Heft Die Reihe 1044 aus dem Kiruba-Verlag empfohlen.

Modellvorstellung

Die Überraschung der Sonneberger war zu Silvester 2019 perfekt, als nach dem Veröffentlichen des Neuheitenprogramms 2020 darin ein Vorbildfoto der ÖBB-Reihe 1044 zu sehen war. Diese Neukonstruktion überraschte selbst die Insider und manifestierte sich daraufhin in wilden Diskussionen, aber auch in wilden Spekulationen in den Foren, und zwar seitenlang! Die Reaktion der Modellbahner überraschte kaum, war doch der Hersteller durch voran gegangene Konstruktionen in ebenfalls harte Kritik über nicht ganz korrekt umgesetzte Modelle wie der 1010/1110 oder der 1041 ausgesetzt.

Die Ankündigung dieser Neukonstruktion brachte zumindest die Information hervor, daß der Hersteller eine Lok im TS-Werk Linz unter höchster Geheimhaltung vermessen hatte. Von dem her konnte man meinen, daß man bei der Umsetzung dieser Formteile auf höchste Präzision bei der Umsetzung legte. Während das Vorbildfoto noch eine der ersten 1044.200 mit Schachbrett-Lackierung zeigte, kristallisierte sich dann hervor, daß Piko die letzte Bauserie im Auge hatte.

Das Neuheitenprogramm 2020 listet daher vier verschiedene Modellausführungen einer ÖBB 1044.200 im Erscheinungsbild der Epoche IV auf. Die Gleichstrom-Version ohne Loksound wird unter der Artikelnummer 51620 zum UVP von € 199,99 angeboten, jene mit Loksound ist unter der hier angeführten Artikelnummer (51622) zum UVP von € 289,99 erwerbbar. Auch die Wechselstrom-Fraktion konnte sich der Neukonstrution erfreuen. Das Modell ohne dem markanten Geheule, was zum Spitznamen „Alpenstaubsauger“ beitrag wird zum UVP von € 239,99 unter der Artikelnummer 51621 angeboten, mit entsprechenden „Kreischen“ samt mft-fähigen Decoder unter der Artikelnummer 51623 zum UVP von € 299,99. Für das Jahr 2021 sind vier Ausführungen als Reihe 1144 verlautbart.

Verpackung

Piko liefert sein neues ÖBB-Modell in der bekannten, neuen Verpackungsform aus. An der Unterseite der Kartonverpackung sind sämtliche Papiere zum Modell in einem eigenen Kartonschuber (Kuvert) eingeschoben. Das Modell an sich ist in der rutschsicheren Blisterummantelung samt eingelassenen Kunststoffgleis arretiert und in die Kartonverpackung eingeschoben. Ein Zurüstbeutel ist an der Oberseite der Blisterummantelung angeklebt und liegt in einer Ausnehmung. Darin befinden sich weitere Rückspiegel als Austauschteile, aber auch die üblichen Bremsschläuche und Zughaken zum Vervollständigen der Pufferbrust. Mitgeliefert werden auch Bahnräumer ohne für die Kurzkupplungskulisse notwendigen Ausschnitte.

An dieser Stelle sei nochmals ein kritisches Wort bezüglich der Ausführung und der LESBARKEIT der Betriebsanleitung erwähnt. Die Explorationszeichnen sind für den Modellbahner sehr nützlich. Ergänzende Hinweise erfolgen in Schriftform. Die Anwendung einer anderen Schriftgröße als die Minischrift wäre dringendst anzudenken. Gerade ältere Personen mit verminderter oder eingeschränkter Sehkraft haben massive Probleme damit und können die Angaben nur mehr unter der Zuhilfenahme einer Lupe lesen. (Dieser Appell gilt nicht nur für Piko.)

Technik

Die 1044 von Piko basiert auf den selben Antriebskonzepten wie andere Modellausführungen. Die technischen Komponenten sind unter dem Lokgehäuse verstaut. Das Lokgehäuse ist mittels zweier Kreuzschrauben, welche sich rechts der zweiten und links der dritten Achse befinden, am Chassis befestigt. Sodann ist das Lokgehäuse nach leichtem Auseinanderspreitzen abziehbar und es wird die Zentralplatine sichtbar. Diese ist einerseits von den strukturierten Maschinenraumimitationen umschlossen und andererseits am Chassis mittels Schrauben verbunden. Die Zentralplatine beinhaltet eine PluX22-Digitalschnittstelle. Die Position der Lautsprecher befindet sich unterhalb der Luftgitters am Dach.

Der Mittelmotor ist im Metallrahmen unter der Platine gelagert und hat zwei große Schwungmassen. Das Vordringen zum Mittelmotor gestaltet sich trotz der Angaben aus der Betriebsanleitung als schwierig, weil von der Platine über die Platinenhalterung verschiedene Kabelverbindungen existieren. Der Mittelmotor ist beidseitig mit zwei großen Schwungmassen versehen. Die Kraftübertragung erfolgt über Kardanwellen und das Stirnradgetriebe im fix verkapselten Getriebeblock auf alle vier Achsen, von denen der Fahrstrom abgegriffen wird. Das Lokmodell ist beidseitig mit einer Kurzkupplungskulisse versehen.

Fahrverhalten

Das vorliegende Modell bringt ein Eigengewicht von 439 Gramm auf die Waage. Das Vorbild hat eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h. Messungen bei 12 V Gleichstrom ergaben umgerechnete Werte von ca. 156 km/h. Diese ist gegenüber der Vorbildgeschwindigkeit um ca. zwei % zu langsam, gegenüber dem NEM-Wert mit der Draufgabe von 30 % um 32 % zu niedrig.

Optik

Das vorliegende Modell der Piko 1044 bildet zweifellos das Original ab, wenngleich diese aktuelle Neukonstruktion einige Mängel offenbart, die zu vermeiden gewesen wären. Der nähere Blick auf das Gehäuse, des Daches, der Stirnfronten, aber auch vor allem die Fahrzeugunterseite und die Drehgestelle offenbaren ein fein detailliertes Modell mit vielen Details. (Hierbei soll aber der direkte Vergleich zum Mitbewerbermodell jetzt bewußt ausgeklammert bleiben, da es sich nicht um einen Vergleichstest handelt!)

Das Piko-Modell erfreut insbesondere einmal jene Modellbahner, die infolge ihres Alters und der Sehschwächen schon Probleme haben, Modelle einwandfrei zurüsten zu können. Das vorliegende Piko-Modell kann ohne weitere optische Verbesserungen direkt von der Verpackung auf die Gleise gestellt werden. Windabweiser, Rückspiegel, geätzte Scheibenwischer, UIC-Dosen, der Frontumlauf und ggf. andere Zurüstteile sind ab Werk schon in das Modell eingesetzt, gerade die zierlich ausgeführten Frontumläufe, die Scheibenwischer und die Rückspiegel motzen die 1044-Nachbildung ungemein auf.

Das Lokgehäuse weist daher zahlreiche feine wie tiefe Gravuren auf. Als sehr detailreich erweisen sich die Drehgestelle mit einer exzellenten, optischen Tiefenwirkung, aber auch die normalerweise nicht sichtbare Tiefzuganlenkung an der Fahrzeugunterseite. Jedoch wurde bei den Drehgestellen der LZB-Geber nicht berücksichtigt. Die Seitenwand verfügt zwar folgerichtig über zehn Sicken entlang des Maschinenraums, von denen vier im Bereich der Bauchbinde liegen. Der Abgleich mit einem Vorbildfoto (1144 265) offenbart leider ein anderes, konstruktives Manko, indem die vier Bullaugen zu tief liegen. Die Gummidichtung der Bullaugen liegt demnach eindeutig über der gedachten Linie der Oberkante zu den Führerstandstüren.

Das erste Manko am Dach ist sofort optischer Natur zu erkennen, indem die Farbe der Isolatoren falsch ist. Anstatt die ursprünglich blaue Farbe der Isolatoren am Modell zu verbauen, zeigen sich diese im braunen Zustand. Dieser Zustand zeigt sich erst viele Jahre später, als der Hersteller der Gießharzisolatoren den Farbton umstellte, oder wenn sich die Isolatoren im harten Betriebseinsatz selbst verdreckten. Die Dachleitungen sind wiederum sehr filigran ausgeführt. Sehr filigran zeigen sich die beiden Stromabnehmer, doch stellen diese eine Mischung aus der Bauart ÖBB VII und VIII dar, indem die Unterschere vom ÖBB VII und die Oberschere vom ÖBB VIII stammt. Zudem fehlt eine Querverstrebung. (Anmerkung: An dieser Stelle sei mir gestattet, anzuführen, daß der von Foristen hochgelobte Stromabnehmer des Mitbewerbermodells auch nicht ganz fehlerfrei ist.) Gänzlich falsch ist der verbaute Stromabnehmerantrieb, der anstatt des Federzylinderantriebes ein Balgantrieb sein sollte. Und so schön das Ätzteil des am Dach befindlichen Bremsturmgitters ist, auch dieses wurde bedauerlicherweise von der Hauptlieferserie abgeschaut und entspricht nicht dem originären Vorbild.

Farbgebung und Beschriftung

Das Modell der 1044 ist sauber lackiert und weist tadellos Farbtrennkanten auf, wenngleich die obere Trennkante der Bauchbinde um einige Zehntel Millimeter zu hoch ist. Auch die Anschriften und die weitere Bedruckung an der Neukonstruktion gibt keinerlei Beanstandung. Piko hat für sein Premierenmodell die Betriebsnummer 1044 265-5 gewählt, wobei auf den ersten Blick die Schrifttype der „0“ in 1044 sehr eigenartig wirkt und in der Ausrundung dem Buchstaben „O“ gleicht. Die Angaben im mehrfarbigen Fabriksschild sind ebenfalls gut lesbar ausgeführt. Im Anschriftenfeld der Bremsanschriften ist lediglich die Dienststelle Zf. Wien-West, aber kein letztes Untersuchungsdatum zu entnehmen.

Beleuchtung

Das Modell ist mit einer LED-Beleuchtung ausgestattet. Wartungsarme, warmweiße und rote LEDs dienen der Darstellung des dreibegriffigen Spitzen- bzw. zweibegriffigen Schlusslichtes.


Bilder


Modellvorstellung 51624 – ÖBB 1144 063

Die Modellpflege dieser Jahresneuheit findet seine Fortsetzung mit einem Modell der Hauptlieferserie, der Reihe 1044.0 bzw. nunmehr 1144.0. Piko scheint wohl die Kritik beim Erstmodell verstanden zu haben, nachdem diese Auflage Änderungen im Formenbau aufweist. Die seitlichen Bullaugen sind jetzt an der richtigen Stelle platziert, allerdings weisen die niedrigen Lüftergitter eine sehr seltsame Ausgestaltung auf. Gerade bei den Endstücken der Lüfterelemente sind Details dargestellt, die in dieser Art beim Vorbild nicht vorzufinden sind, außerdem sitzen die Lüftergitter beim Vorbild tiefer in der Ausnehmung drinnen. Auch die verwendeten Stromabnehmer bietet Grund zur Kritik, einerseits ist am Original ein anderer Antrieb sowie eine andere Stromabnehmerbauart ohne x-Versteifung montiert. Des weiteren sollte die UIC-Dose an der Stirnfront in der selben Farbe gehalten sein wie die Bauchbinde. Piko liefert sein Modell im Ablieferungszustand seit der zweiten Jahreshälfte von 2019. Im Revisionsraster stehen die Angaben REV Vf 08.07.19. Das Modell ist in der Gleichstrom-Ausführung ohne Loksound zum UVP von € 199,99 zu bekommen, in der Wechselstrom-Ausführung ohne dessen zum UVP von € 239,99. Das Sound-Modell für das Gleichstrom-System wird unter der Artikelnummer 51626 zum UVP von € 289,99 geführt, jenes für das Wechselstrom-System unter der Artikelnummer 51627 zum erhöhten UVP von € 299,99. Hierbei ist anzumerken, daß die Wechselstrom-Decoder mfx-fähig sind.


Bilder


Modellvorstellung 51628 – ÖBB 1044.04

Nun ist sie da, die schon lange mit Spannung erwartete blutorange 1044 im Ablieferungszustand. Man hätte vielleicht noch meinen können, Piko ändert infolge bekannt gewordener Kritik an der falsch ausgeführten Dachfarbe sein Modell, offenbar steckte die ganze Liefercharge doch irgendwo auf dem langen Weg von China nach Europa fest. Die 1044.04 fällt allein schon durch das vorbildwidrige, silberne Dach auf, welche bei keiner 1044 zur Anwendung gelangte. Als zweites Manko fällt noch die über dem Führerstand 1 montierte GPS-Antenne, die justament beim Vorbild noch lange nicht existierte. Die Piko-Lok als 1044.04 ist bei der Zf Innsbruck stationiert, dort war die Maschine vom 12. April 1978 bis 15. August 1979 beheimatet. Ein Untersuchungsdatum der letzten Bremsuntersuchung ist nicht angeschrieben, dafür ist das Modell an der Fahrzeugfront mit dem Loktaferl versehen. Die Dachausrüstung besteht aus braun und blau gehaltenen Isolatoren sowie zwei äußerst filigran ausgeführten Einholmstromabnehmern. Das Modell wird soweit voll aufgerüstet ausgeliefert. Die analoge Gleichstrom-Version wird unter der Artikelnummer 51628 zum UVP von € 220,– angeboten. Die Soundlok für Gleichstrom wird unter der Artikelnummer 51629 geführt, jene für Wechselstrom unter der Artikelnummer 51630. Der UVP beider Modellausführungen beträgt jeweils € 335,–.