Trix 22432: DB V 320 001 (Club-Modell)

Henschel begann im Jahre 1956 mit der Konstruktion einer modernen, sechsachsigen Diesellokomotive für die Beförderung schwerer Reise- und Güterzüge. Die Fertigstellung dieser bis heute stärksten und größten Diesellokomotive in Deutschland erfolgte allerdings erst im Jahre 1962, die Entwicklung anderer Gattungen hatte die ganze Kapazität des Werkes in Anspruch genommen. Die zweimotorige V 320 001 ist in Stahlleichtbauweise ausgeführt und vollständig geschweißt. In der Form und in der Bauausführung ist die Lok richtungsweisend für die Entwicklung der Baureihe V 160 und ihrer Varianten gewesen. Außerordentlich gute Resultate bei ausgedehnten Probefahrten, hierbei wurde Höchstgeschwindigkeiten bis 180 km/h erreicht, veranlaßten die Deutsche Bundesbahn, die V 320 001 langfristig anzumieten. Die Maschine war zunächst von Hamm aus im fahrplanmäßigen Dienst vor schweren Zügen eingesetzt. Im Anschluß daran kam die Lok ins Allgäu und fuhr zwischen München und Lindau, Heimatbahnbetriebwerk war Kempten. Trotz der guten Betriebsergebnisse blieb die V 320 001 ein Einzelstück, da die Entwicklung vierachsiger Lokomotiven den Vorrang erhielt.


Modellvorstellung

Der Branchenführer Märklin betreibt eine intensive Markenbindung, was sich in der Ankündigung von exklusiven MHI-, Insider- bzw. Club-Modellen sehr stark ausgeprägt ist. Meistens dienen beide Vertriebskanäle auch dazu, Neukonstruktion in exklusiver Modellausführung nur diesem Kundenkreis einmalig zugänglich zu machen, während Formvarianten später ins reguläre Sortiment aufgenommen werden.

Die DB-Großdiesellokomotive gilt beim Branchenführer als Neukonstruktion für das Jahr 2019. Bei Trix erscheint das Modell unter der Artikelnummer 22432 als Club-Modell 2019 in einer einmaligen Auflage zum UVP von € 429,99. Für die Märklinisten gibt es das Modell als Insider-Modell unter der Artikelnummer 39230 zum gleichen Preis.

Um die Einmaligkeit zu gewährleisten, wird von dem Einzelstück nur das Epoche III-Modell als V 320 001 aufgelegt, das mit zahlreichen digitalen Zusatzfunktionen belegt ist.

Verpackung

Das Trix-Clubmodell 2019 wird in der bekanten Kartonverpackung des Herstellers ausgeliefert, indem auch dieses Mal ein Kartonschuber abzuziehen ist. Darin eingelegt und von zwei Styroporstreifen abgegrenzt ist die Blisterverpackung, bei welcher nochmals ein Plastikschuber abzuziehen ist. Das Modell ist paßgenau in der Plastikummantelung der Verpackung maßgenau eingesetzt, dazwischen befinden sich noch Klarsichtfolien und weiße Stofftücher als Scheuerschutz. Im Lieferumfang dabei ist ein Zurüstbeutel mit Kupplungsteilen. Die Betriebsanleitung und das Ersatzteilblatt sind im bekannten Kartonkuvert abgelegt.

Technik

Die Antriebskomponenten sind im Lokhäuse untergebracht. Vier Schrauben, die an der Unterseite platziert sind, halten das Lokgehäuse am Fahrzeugrahmen fest. Sowohl das Lokgehäuse als auch der Fahrzeugrahmen sind weitgehend aus Metall gefertigt und sorgen für ein sehr hohes Eigen- bzw. Reibungsgewicht des Modells. Nach dem Abzug des Lokgehäuses nach oben wird die auf dem Fahrzeugrahmen montierte Platine sichtbar. In der Platinenmitte ist die 21polige Digital-Schnittstelle platziert. Diese ist von zwei Lautsprechern umgeben, an welche die vier beweglichen Lüfterräder angrenzen. Das Modell wird über einen Hochleistungsantrieb mit beidseitiger Schwungmasse als Mittelmotor via Kardanwellen und Stirnrad-/Schneckengetriebe angetrieben. Als Antriebsachsen fungieren die jeweils äußersten Achsen eines Drehgestelles, von jenen die Achsen 3 und 4 mit je einem Haftreifen bestückt sind. Die Achsen 2 und 5 sind als gefederte Laufachsen ausgeführt. Am Fahrzeugkopfende ist eine Kurzkupplungskulisse untergebracht.

Fahrverhalten

Die Lok verfügt über ein sehr hohes Eigengewicht, sagenhafte 739 Gramm bringt das Modell auf die Waage. Die Vorbildgeschwindigkeit beträgt 160 km/h. Messungen bei 12 V Gleichstrom ergaben einen umgerechneten Wert von ca. 81 km/h. Die berechnete Modellgeschwindigkeit ist gegenüber der Vorbildgeschwindigkeit um ca. 49 % zu niedrig, gegenüber dem NEM-Wert – unter Berücksichtigung der Erhöhung um 30 % – ist sie sogar um ca. 79 % zu niedrig.

Optik

Das Metallgehäuse der V 320 ist mit zahlreichen Gravuren versehen. Dabei sind vor allem die Türbereiche und die seitlichen Lüftergitter sehr schön ausgeführt und weisen teils tiefe Gravuren auf. Alle Fenstereinsätze sitzen paßgenau in den Öffnungen. Beim Maschinenraumfenster ist eine leichte Imitation der Gerätschaften zu erkennen. Beim Fahrzeugrahmen sind nicht nur die Ausnehmen gut zu erkennen, sondern auch die vier fast ovalen Abdeckungen. An der Fahrzeugfront wurde der markante Kühlergrill sehr gut nachgebildet, außerdem sind verschiedene frontseitige Bauteile bereits werkseitig montiert und im Modell eingesetzt.

Das Dach verdient eine besondere Betrachtung. Dabei wurden die verschiedenen Dachfelder nachgebildet, die verschiedene Lüfteröffnungen zeigen, einerseits für die vier großen Rotorblätter und andererseits aufgesetzten Konsolen und Abdeckungen. Die Drehgestelle sind dreimensional durchgebildetund weisen eine entsprechende Tiefenwirkung auf.

Farbgebung und Beschriftung

Das Modells ist sauber lackiert und bedruckt. An den Farbtrennkanten sind keinerlei Ausfransungen zu erkennen. Die Neukonstruktion ist als V 320 001 beschriftet, das entspricht dem Design der Epoche III. Sämtliche Anschriften sind unter der Lupe trennscharf lesbar. Die Maschine ist beim Bw Kempten bzw. der BD Augsburg beheimatet. Im Revisionsraster wird der 25.1.63 als Abnahmedatum des AW Nür genannt.

Beleuchtung

Die V 320 001 ist mit warmweise LED ausgestattet, die fahrtrichtungsabhängig weiß bzw. rot leuchten. In Digital-Betrieb sind noch zahlreiche, weitere Lichtkombinationen wie Spitzenlicht Lokseite 1 und/oder 2, Rangier-Doppel-A-Licht, Führerstandsbeleuchtung oder Maschinenraumbeleuchtung möglich.


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