Märklin 48746 – 48748 / 48793 / 48794 / 48797: Bundeswehr-Rlmmp mit Beladung

Baugleiche Fahrzeuge, aber mit schwächerem Ladegewicht wurden bereits während des Krieges als Flachwagen der Gattung SSy Köln/SSy 45 beschafft. Diese Schwerlastwagen wiesen ein Ladegewicht von 48 bzw. 50 Tonnen auf und waren bei einer Länge über Puffer von 10.800 mm und 16,4 Tonnen Eigengewicht für den Transport von militärischen Gerät ideal geeignet.

Im Jahr 1955 wurde als Weiterentwicklung die neue Güterwagenbauart SSys 55 abgeleitet. Die Hersteller SEAG, Talbot und DWM haben in den Jahren 1955/56 an das US-Transportation-Corps (USTC) 338 derartige Wagen geliefert. Diese Wagen unterschieden sich gegenüber den Vorgängertypen dadurch aus, indem durch angeschweißte Überfahrflächen über den Puffern, Spindelstützen an den Wagenecken für die Be- und Entladung von 60 Tonnen Fahrzeugen aufwiesen. Als Drehgestelle wurden jene der Bauart Minden-Dorstfeld mit Rollenachslagern verwendet.

Das USTC hat seinen Bestand in den Jahren 1977/78 aufgelöst. Die Bundeswehr hat 200 solcher Wagen übernommen und als Privatwagen in den Bestand der DB eingegliedert. Diese Wagen werden unter der Nummerngruppe 399 4 000 bis 199 geführt, sind olivgrün lackiert und tragen das Hoheitszeichen der Bundeswehr. Von den restlichen 138 Wagen kamen lediglich 135 zur DB, die diese mit der neuen Gattungsbezeichnung Rlmm(n)ps 650 eingliederte und als 399 5 000 – 134 in ihrem Bestand führte.

Ein Wagen der Gattung Rlmm(n)ps weist folgende Eigenschaften auf:

R – Drehgestell-Flachwagen in Regelbauart
l – ohne Rungen
mm – Landelänge < 15 m
n – Lastgrenze > 60 t (ab 1987 angeschrieben)
p – ohne Stirnborde
s – geeignet für Züge bis 100 km/h


Modellvorstellung

Modelle dieser Drehgestell-Flachwagen gehören bei Märklin längst schon zum Standardreportoire, wobei der Marktführer die Produktion dieser Fahrzeuge schon vor Jahren mit dem Programm 4MFOR verquickte und dementsprechende Güterwagen mit Militärfahrzeuge anbot.

Das Neuheitenprogramm 2018 sah wiederum die Produktion weiterer Fahrzeuge mit Militärfahrzeugen vor, wobei die Bundeswehr-Geräte diesmal aus dem zum Märklin-Imperium gehörenden Hersteller Schuco stammen. Unter dem Schlagwort „Ins Manöver mit der Bahn“ sind für 2018 wiederum verschiedene Modelle angekündigt, wobei die genauen Details zu den Modellen direkt untenstehend erfolgt.


Bilder 48746

Der erste Flachwagen der Bundeswehr ist mit einem Schützenpanzer Marder beladen und weist die Betriebsnummer 33 80 399 4 022-0P auf. Mit den Revisionsanschriften 6 REV EPDX 13.12.01 gehört das Modell der Epoche V an. Der Güterwagen ist aus Kunststoff- und Metall gefertigt. Die Überfahrbleche über den Puffern weisen ein Riffelmuster auf. Das Ladegut wird über beigelegt Keile, die in die Ladefläche einsetzbar sind, gesichert. Der Schützenpanzer Marder ist wesentlich schwerer als der Güterwagen und im Korpus aus Metall gefertigt. Die Fahrzeugketten und der aufgebaute Turm ist aus Kunststoff gefertigt. Die angebauten Waffensysteme sind beweglich. Das amtliche Kennzeichen ist mit Y 366893 angeschrieben.

Das Gesamtgewicht beträgt 149 Gramm, davon entfallen allein 63 Gramm auf den Flachwagen. Die Lackierung ist tadellos umgesetzt, jene des Panzers in Tarnfarben. Die Bedruckung ist generell sauber umgesetzt.


Bilder 48747

Der zweite Güterwagen stellt nur eine Nummernvariante zum Artikel 48747 dar. Die Wagennummer lautet auf 33 80 399 4 162-4P, die Revisionsanschriften 6 REV EPDX 19.07.01 und die Nummerntafel Y 648 602. Beiden Modellen liegt ein Zurüstbeutel für die Verladungskeile bei und ein weiterer mit einem Waffensystem. Der UVP beträgt jeweils € 64,99.


Bilder 48748

Fahrzeug Nr. 3 ist mit einem Kampfpanzer Leopard 2A6 der Bundeswehr in Tarnfarben beladen. Der Flachwagen trägt die Betriebsnummer 33 80 399 4 113-7P und die Revisionsanschriften 6 REV EPDX 12.10.00. Das amtliche Kennzeichen des Kampfpanzers lautet auf Y 902067. Dieser ist auch aus Metall gefertigt, lediglich die Fahrzeugketten sind aus Kunststoff. Das 172 Gramm schwere Kampfgerät ist mit mehreren extra angesetzten Griff- bzw. Haltestangen am Turm versehen. Dieser und das Kanonenrohr sind beweglich ausgeführt. Mitgeliefert werden wiederum die Verladekeile und die Rückspiegel in eigenen Zurüstbeutel. Der UVP beträgt € 64,99.


Bilder 48793

Natürlich ist dazu ebenfalls eine weitere Nummernvariante erhältlich. Am Flachwagen ist die Betriebsnummer 33 80 399 4 185-5P mit den Revisionsdaten 6 REV EPDS 08.08.01 angeschrieben, der Leopard 2A6 hat die Nummerntafel Y 509495.


Bilder 48794

Die nächste Modellausführung betrifft einen weiteren Bundeswehr-Flachwagen, der dismal mit einem Transportpanzer Fuchs (TPz1) beladen ist. Der Privatwagen weist die Fahrzeugnummer 33 80 399 4 074-1P auf, im Revisionsraster scheint als letztes Untersuchungsdatum 6 REV EPDX 09.07.02 auf. Der Transportpanzer ist wie die vorigen Kettenfahrzeuge auch als Metall gefertigt und weist ein Eigengewicht von 57 Gramm auf. Auf der Nummerntafel ist das amtliche Kennzeichen Y 402845 zu sehen. Für die Selbstmontage liegen mehrere Rückspiegel bei und darüberhinaus noch die Befestigungskeile für die Ladefläche. Der UVP des Modells beträgt € 64,99.


Bilder 48797

Als letztes Modell wird ein Bundeswehr-Flachwagen mit einem MAN 10-Tonnen-LKW aufgelegt. Als Wagennummer ist 33 80 399 4 146-7P angeschrieben, als letztes Untersuchungsdatum 6 REV EPDX 15.12.00. Der LKW mit dem Bundeswehr-Kennzeichen Y 202054 besteht aus Metall, nur der Planaufsatz und die darin befindlichen Teile sind aus Kunststoff gefertigt, er ist 84 Gramm schwer. Das Modell wird zum UVP von € 64,99 angeboten.