Piko 37212 – ÖBB 64.311

Die Baureihe 64 wurde ab 1926 entwickelt und ab 1928 durch die Deutsche Reichsbahn Gesellschaft in Betrieb genommen. Sowohl der Kessel als auch Gruppen des Triebwerkes entsprachen der Baureihe 24 („Steppenpferd“) und konnten untereinander ausgetauscht werden. Am Bau der Lokomotiven waren bis zum Jahre 1940 fast alle deutschen Lokomotivfabriken beteiligt, insgesamt wurden 520 Maschinen gebaut. Zehn Stück davon, die 64.511 bis 520 – also die letzten zehn Lokomotiven – hatten Krauss-Helmholtz-Gestelle erhalten, alle anderen waren mit Bissel-Gestellen ausgerüstet. Die Baureihe 64 erreichte eine Länge über Puffer von 12.400 mm, ab der 64 398 wurde diese auf 12.500 mm verlängert. Zahlreiche Maschinen verblieben nach 1945 im Osten, vorzugsweise bei der Deutschen Reichsbahn (115 Loks), der CSD und der PKP. Die DB erhielt ungefähr 278 Lokomotiven. Die deutschen Lokomotiven blieben bis 1975 im Einsatz. Eine einzige Lok ist nach 1945 in Österreich verblieben. Es war dies die 64.311. Sie war bis zur ihrer Kassierung am 28. November 1957 in Attnang-Puchheim, Hütteldorf, St. Pölsten und Wien-West stationiert.


Modellvorstellung

Piko hat das Einzelstück im Rahmen der Neuheiten 2016 angekündigt und im Sommer ausgeliefert. Das Modell wird in der stabilen Styroporverpackung ausgeliefert, dem verschiedene Zurüstteile und eine Beschreibung sowie Ersatzteilliste beiliegen. Ein Fläschchen mit Dampfentwickler gehört ebenfalls zum Lieferumfang. Die Lok gelangt unter der Artikelnummer 37212 zum UVP von € 620,– zur Auslieferung.

Das Modell der Reihe 64 der ÖBB zeichnet sich durch viele zierliche, fein detaillierte Details wie Pumpen, Griffstangen und Leitungen auf. Die Filigranität der Umsetzung ist auf die Erfordernisse des harten Gartenbahnbetriebes abgestimmt. Die Rauchkammertüre ist zum Öffnen nachgebildet. Die Radsätze und die Speichen sind aus Kunststoff gefertigt und sind mit einem Edelstahlradreifen ummantelt. Für den Antrieb sorgt ein sieben-poliger Bühlermotor, der das Modell über alle Kuppelachsen antreibt. Piko liefert das Modell mit einer digitalen Schnittstelle aus. Das Sound-Kit ist eigens erhältlich, dafür serienmäßig ist ein schaltbarer Dampfgenerator und eine schaltbare Triebswerksbeleuchtung vorgesehen. Die Beleuchtung der Lok erfolgt durch LED, die Fahrrichtungsabhängig leuchten.


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