DB-Baureihe 217: Trix 22470

Nachdem ausreichende Ergebnisse aus dem Probe- und Vergleichsbetrieb der drei Prototypen der Reihe V 162 vorlagen, die im Einsatz vom Bw Mühldorf aus gesammelt worden waren, lieferte Krupp im Jahre 1968 noch 12 Vorserienmaschinen der Baureihe 217. Haupt- und Heizdieselmotor konnten unverändert von den Prototypen übernommen werden, nachdem es schon bei den ersten drei Maschinen gelang, die Motorleistung von 1.800 auf 1.900 PS anzuheben. Der elektrische Teil der Zugheizanlage stellt eine Gemeinschaftsentwicklung der Firmen AEG, BBC und SSW dar. Wie bei der V 162 003, so wurde auch bei den Vorserienmaschinen der Drehstromgenerator direkt an den Dieselmotor angeflanscht. Die Lokomotiven der Reihe 217 dienten auch zur Erprobung neuer hydraulischer Getriebe mit zwei Wandlergängen, die bei unverändertem Lauf- und Triebwerk eine Steigerung der Höchstgeschwindigkeit von 120 auf 130 km/h erlaubten. Ein Serienbau der Baureihe 217 erfolgte nicht, es blieb bei den drei Prototypen und bei zwölf Vorserienmaschinen. Letztere wurden den Betriebswerken Hagen-Eckesey und Regensburg zugeteilt und dort planmäßig eingesetzt.


Modellvorstellung

Die Baureihe 217 wurde in zeitgemäßer Konstruktion im Rahmen der Sommerneuheiten 2025 als Neuheit angekündigt, wobei das Modell sowohl bei der Schwestermarke Märklin (Artikelnummer 39274) als auch bei Trix unter der Artikelnummer 22470 gelistet und für einen UVP von € 349,– ausgerufen wurden. Märklin/Trix hat dabei die Serienloks einer Modellnachbildung unterzogen.

Verpackung

Die Auslieferung erfolgt in der bekannten Verpackungsform von Märklin bzw. Trix. Nach dem Abzug des Kartonschubers wird die stabile Plastikverpackung zugänglich, in welchem das Modell mit nochmaligen Plastikschuber sicher für den Transport eingelegt ist. Kleine Stoffstücke aus Filz dienen als Scheuerschutz. Dem Modell liegt ein Zurüstbeutel bei, welcher mehrere Zurüstteile für die Pufferbrust beinhaltet und optional selbst montiert werden können. Die Betriebsanleitung und die sonstigen Dokumente sind in der Kartonschachtel in einem seitlichen Schlitz eingeschoben und werden durch eine zusätzliche Kartonhülle umschlossen.

Technik

Das Modell der Baureihe 217 verfügt über das neue Antriebskonzept, nämlich den bereits bewährten Kardanantrieb mit Mittelmotor umstellt. Das Modell wird über alle Achsen angetrieben, in der vorhandenen Wartungsluken am Getriebeboden sind Messingzahnräder ersichtlich. Bezüglich der Haftreifen wurden lediglich die beiden inneren Drehgestellachsen jeweils einseitig damit bestückt. Das Modell verfügt über eine nach NEM vorgebene Pufferhöhe und ist beidseitig mit einer NEM-Kurzkupplungskulisse ausgestattet.

Die hier beschriebene Antriebstechnik befindet sich unter dem Metallgehäuse das auf dem Chassis aufgesetzt und mit Schraubenbefestigungen verbunden ist. Die beiden Schrauben sind an der Unterseite zwischen Fahrzeugtank und am Rande des Drehgestellrahmens platziert. Nach deren Öffnen läßt sich das Gehäuse nach oben abziehen. Allerdings sollte man beim Abziehen des Gehäuses vorsichtig sein, denn es besteht eine Leitungsverbindung zum Metallgehäuse. Das freigelegte Innenleben zeigt die auf Stelzen befestigte Zentralplatine. Die Digital-Schnittstelle ist an der Unterseite der Platine angeordnet, ebenso der Lautsprecher. Unter diesem Bauteil ist der Mittelmotor im Fahrzeugrahmen eingelegt.

Märklin hat das Modell mit einem mfx+-Decoder ausgestattet, welcher es dem Modellbahner gestattet, sich in den Spielewelt-Modus zu versetzen. Bei Trix ist es ein konventioneller mfg-Decoder, der auch die Datenformate DCC und Railcom verarbeitet.

Fahreigenschaften

Das Eigengewicht des Modells beträgt 449 Gramm. Das vorliegende Modell macht bei den Testrunden auf der Anlage eine hervorragende Figur. Das Modell ist leise und hat einen taumelfreien Lauf. Das Vorbild hat eine Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h. Messungen bei 12 V Gleichstrom ergaben umgerechnete Werte von ca. xxx km/h. Diese ist gegenüber der Vorbildgeschwindigkeit um ca. xxx % zu niedrig, gegenüber dem NEM-Wert mit der Draufgabe von 30 % um xxx % zu niedrig.

Optik

Märklin ist es mit dem Metallgehäuse gelungen, sehr viele Fahrzeugdetails nachzubilden. Die feinen Gravuren zeigen sich einerseits in den dezenten Nachbildungen der Dachfelder samt aller Aufbauten sowie in der Modellierung aller Kranösen oder Konsolen am Dach, und andererseits am Fahrzeugkasten hinsichtlich der unterschiedlich ausgeführten Nachbildung der Lüftereinsätze bzw. -gitter. Wenn man allerdings das Dach näher betrachtet, fällt doch eine unschöne Stelle über dem Führerstand 2 auf, indem dort der Abluftschaft des Heizdiesels fehlt. Ein weiteres Detail stellen die Einstiegstüren dar. Einzelne Bauteile an den Türen, aber auch die Abdeckleisten sind erhaben umgesetzt und teils farblich herausgestellt. Die Fenstereinsätze sind paßgenau gefertigt, die Fensterstege fallen durch ihre dezente Ausführung auf. Gegenüber der früher umgesetzten Baureihe 218 gestattet dieses Modell den freien Blick in und durch den Maschinenraum und zeigt auch reliefartige Teile der Maschinenanlage. Die Griffstangen bei den Türen sind aus Metalldraht nachgebildet und am Modell schon eingesetzt. Eine querliegende Griffstange sowie die UIC-Dosen wurden als freistehende Teile extra in das Modell eingesetzt. Die Drehgestellblenden sind konstruktiv sehr schön ausgebildet und weisen einen Tiefeneffekt auf, außerdem sind zahlreiche Detaillierungen zu erkennen. Jedoch wurden auch verzichtbare Fehler eingebaut, indem man Megi-Drehgestelle mit Schaulöcher für die Bremsklötze verwendete oder fehlende Radbremsscheiben vergaß.

Farbgebung und Beschriftung

Das Modell der Baureihe 218 wurde im Ablieferungszustand mit dem Farbton Purpurrot ausgeführt, wobei die vorhandenen Farbtrennkanten trennscharfe Übergänge aufweist. Der Rahmen und die Drehgestelle sind korrekt in schwarzer Farbgebung gehalten. Unerklärlich ist aber, wie man auf die silberne Dachfarbe kam? Die DB hat die Loks der Baureihe 217 mit Dächern im Farbton Betongrau in Dienst gestellt. Märklin/Trix hat sein Modell mit der DB-Loknummer 217 018-1 bedruckt. Die Lok ist mit der Heimatdienststelle Bw Regensburg in der BD Nürnberg zugewiesen. Im Revisionsraster findet sich das Untersuchungsdatum REV U2 Nür 20.11.74.

Beleuchtung

Märklin hat bei diesem Fahrzeug warmweiße LED verbaut, die richtungsabhängig weiß bzw. rot leuchten.

Bilder