Trix 23147: Wagenset Silberlinge der DB

Märklin/Trix haben dieses Wagenset anläßlich der teilweise neukonstruierten Dampflokomotive der Baureihe 95 der Deutschen Reichsbahn mit Ölfeuerung aufgelegt. Die Neuheitenankündigung stand unter dem Credo „Mit Öl im kleinen Grenzverkehr“, gemeint ist damit der Grenzverkehr zwischen der alten innerdeutschen Grenze von DDR und BRD. Als Vorbild diente der Eilzug E 2002 von Ludwigstadt nach Saalfeld, der mit einer ölgefeuerten 95 der DR bespannt war. Das Set ist aufgrund der serienmäßig eingebauten LED-Innenbeleuchtung jeweils als eigener Artikel bei Märklin (Artikelnummer 43147) und Trix (Artikelnummer 23147) aufgelegt worden. Der UVP beträgt jeweils € 159,99 für beide Wagen, die im Mittelmaßstab 1:93,5 gehalten sind.

Das vorliegende Trix-Wagenset wird in der Kartonverpackung mit Styroporeinsatz ausgeliefert. Der Styroporeinsatz ist wie gewohnt zweifach ausgeführt, aus Boden und Deckel. Nach Abnahme des Deckels sticht die Betriebsanleitung ins Auge, die Modelle sind in den Ausnehmungen des Bodens und in Folien eingewickelt abgelegt. In einer weiteren Ausnehmung ist der Zurüstbeutel abgelegt. Darin sind die WC-Fallrohre und die Verschiebertrittstufen enthalten. Wo die Teile am Modell einzusetzen sind, darüber schweigt sich die Betriebsanleitung aus. Allerdings weiß der geübte Modellbahner schon, wo die Löcher in der Wagenkonstruktion zu finden sind.

Die Wagenmodelle sind aus Kunststoff gefertigt und entsprechen mit einer LüP von 282 mm dem neuen Mittelmaßstab von 1:93,5 bei Märklin/Trix. Mit dem Längenmaßstab verbunden ist auch der außermittige Drehpunkt für die Drehgestelle zu sehen. Beim Anblick in die Drehgestelle werden Kupferblättchen sichtbar, die auch bei der integierten Kurzkupplungskulisse vorhanden sind. Sie sind für die elektrische Kupplung der Fahrzeuge notwendig. Von diesen Kupferblättchen, die zur Stromabnahme dienen, führen Kabel in das Wageninnere. Der Wagenkasten ist auf dem Unterboden des Modells aufgesetzt. Die Verbindung erfolgt über die seitlich eingesteckten Faltenbälge. Zum Abheben des Wagenkastens müssen zuerst die Faltenbälge herausgezogen werden, danach ist die Kastenform nach oben abziehbar.

Die Silberlinge stammen ebenfalls aus jüngeren Formen und zeichnen sich durch eine filigrane Ausführung verschiedener Fahrzeugdetails aus. Einzelne Fahrzeugteile sind mit feinen Gravuren versehen, siehe dazu der Türbereich, aber auch der Dachbereich mit den feinen Schweißnähten und den Dachlüftern können sich sehen lassen. Die Fenstereinsätze wirken nicht nur optisch hervorragend, sondern weisen feine Fensterstege mit etwas breiterer Ausführung des Schiebefensters aus. Die beiden Handgriffe sind genauso erkennbar wie die aufgedruckten Piktogramme. Aufgedruckt sind auch die Zuglaufschilder und weitere Piktogramme. Diese sind leider nur sehr unscharf lesbar. Jedenfalls ist darauf der Zulauf Nürnberg – Saalfeld zu entnehmen. Alle Anschriften sind leider im Digitaldruckverfahren aufgebracht, weshalb fast alle Anschriften unleserlich bzw. verschwommen sind. Dasselbe gilt auch für das markante Pfauenmuster. Positiv fallen die freistehenden, extra angesetzten Griffstangen für den Rangierer ins Gewicht.


Bilder 23147/1

Der erste Wagen der gehört der Bauart Bnb 719 und ist mit der Wagennummer 50 80 22-12 403-8 versehen. Nürnberg Hbf. ist als Heimatbahnhof angeschrieben. Die Untersuchungsdaten im Revisionsraster sind unleserlich und können nur erahnt werden: REV NA 28.03.79.


Bilder 23147/2

Der zweite Silberling gehört derselben Bauart an, ist aber mit der Betriebsnummer 50 80 22-53 081-2 angeschrieben, selber Heimatbahnhof. Die unleserlichen Revisionsanschriften deuten auf REV A 08.01.78 hin.