ÖBB: Ein Bild sagt mehr als 1.000 Worte

Wenn man auf der ÖBB-Homepage den Link zur Streckeninfo anklickt, ergibt sich folgendes Abbild:

Das erste, was hierzu auffällt, ist der Umstand, daß zwischen den Informationen der ÖBB Infra zum eigenen Streckennetz eine Überlagung der Information mit dem scotty stattfindet, der ein Produkt der ÖBB PV AG ist. Mit dieser Vermischung findet schon einmal eine Verletzung des Aktienrechts statt.

Was das besagte Bild aber mehr dokumentiert, ist die Tatsache, daß der ÖBB-Konzern zu einer einzigen Baustelle geworden ist. Es brennt an allen Ecken und Enden, vor allem bei betrieblichen Unzulänglichkeiten offenbart der größte Mobilitätsbetreiber seine Mankos. Man hat zwar immer Verbesserung versprochen, aber mittlerweise ist es so, daß die ÖBB Infra total überfordert ist, wesentliche Informationen bei Betriebseinschränkungen an alle interessierten Gruppen zu liefern. Es sind also nicht nur die Kunden massiv betroffen, sondern mittlerweile auch schon die Bahnpersonale aller Eisenbahnverkehrunternehmen! Entsprechende Klagen von Eisenbahnern werden verstärkt in entsprechenden Kommunikationskanälen gepostet. Unlängst war in einer Tageszeitung zu lesen, daß die Kunden durch einen Vorfall in St. Pölten mehr Informationen erlangen konnten als das eigene Bahnpersonal wußte. Derartige Feststellungen sind an Peinlichkeit eines Staatsunternehmens nicht mehr zu überbieten.

Überforderung BFZ Wien am 12. August 2026:

Am Vormittag des besagten Tages kam es zu einer Streckensperre zwischen Wien-Meidling und Wien Hbf. Ich war im Westbahnzug von Villach nach Wien, welcher gegen 10:35 Uhr in Hennersdorf zum stehen kam. Als Grund wurde die Streckensperre genannt. Laut Scotty wurde die Streckensperre um ca. 10:40 bis 10:45 Uhr aufgehoben, zum gleichen Zeitpunkt wurde den Fahrgästen der Westbahn-Verbindung mitgeteilt, daß man zum Wiener Westbahnhof umgeleitet werde. Wir wurden in weiterer Folge am Nebengleis von zwei Zügen überholt. Die Weiterfahrt erfolgte um ca. 11:10 Uhr ab Hennersdorf. Auf dem Weg zum Wiener Westbahnhof stand in der Oswaldschleife (unmittelbar beim Bahnhof Wien-Meidling) schon die von Wien Hbf. kommende Westbahn-Giruno auf dem Weg nach Villach. Ankunft in Wien-Westbahnhof war dann um ca. 11:30 Uhr. Obwohl kurz nach dem Stillstand schon bekannt war, daß die Strecke wieder befahrbar ist, beharrte die BFZ Wien weiterhin auf die Umleitung. Der Aufenthalt von einer halben Stunde wurde damit verbraten, bis die BFZ Wien den Umleitungstrasse erstellt hat!

Der Fall zeigt nur exemplarisch auf, wie überfordert die FDL in den sog. Legebatterien sind und somit die linke Hand nicht weiß, was die Rechte tut. Abgesehen vom Umstand, daß man die Fahrt auf der vorgesehen Route hätte vollenden können, hat die ÖBB Infra unnötigerweise eine Verspätung produziert, die nicht notwendig war. Die ÖBB loben zwar ihr Fernsteuerkonzept in allen Tönen und behaupten, damit wird alles besser. Die Realität widerlegt die gut gemeinte Lüge und offenbart unangenehme Systemmängel!

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