DB-Baureihe 215: Piko 22060
Die Baureihe 215 ist eine dieselhydraulische Lokomotive der Deutschen Bundesbahn. Sie wurden zwischen den Jahren 1968 und 1971 für den Reise- und Güterzugdienst beschafft und basierte im Wesentlichen auf bewährten Komponenten der V160-Plattform. Diese Fahrzeugfamilie überzeugte durch Flexibilität und Zuverlässigkeit auf Haupt- und Nebenbahnen.
Die Lokomotiven waren für den Reisezugdienst noch mit Durchlaufkesseln für die Dampfheizung von Reisezugwagen und einem Hilfsdieselmotor zur Batterieladung ausgestattet. Die Lokomotiven der Baureihe 215 bewährten sich im gesamten Land, also von der Eifel über den Niederrhein bis zum Bodenseeraum, und bei allen Zuggattungen. Mit Abgashutzen für klimatisierte Wagen und der Möglichkeit, später in die Baureihe 218 umzubauen, wurde seitens der Konstrukteure eine entsprechende, technische Weitsicht sowie ein und Komfortbewusstsein bewiesen. Gut 30 Jahre später erfolgte dann der Umbau einiger Loks zur Baureihe 225, welche im Güterverkehr Verwendung fanden. Damit stellte die Konstruktion der Baureihe 215 unter Beweis, ein Symbol für Vielseitigkeit, Effizienz und Beständigkeit im deutschen Schienenverkehr zu sein.
Werksfoto Piko

Modellvorstellung
Die Modellumsetzung der Baureihe 215 ist eine der Topneuheiten des Sonneberger Herstellers. Piko hat zunächst ein Modell im Ursprungszustand als purpurroter Farbgebung und mit EDV-Nummer als Neukonstruktion angekündigt. Die erste Modellausführung gehört der Epoche IV an und ist mit der Loknummer 215 054-8 beschriftet. Die letzte, bekannte Konstruktion einer Lok der Baureihe 215 geht einige Jahrzehnte auf die Ausführung von Röwa/Roco zurück, somit ist es durchaus legitim, eine zeitgemäße Neukonstruktion war daher längst überfällig. Piko hat die Neukonstruktion der Baureihe 215 in drei verschiedenen Ausführungen angekündigt. Unter der Artikelnummer 22060 erschien die analoge Modellausführung zum UVP von € 199,–. Die digitale Modellausführung für das Zweileiter-Gleichstromsystem erscheint unter der Artikelnummer 22062 und zum UVP von € 309,–. Die digitale Dreileiter-Wechselstrom-Ausführung wurde unter der Artikelnummer 22063 angekündigt.
Verpackung
Piko liefert seine Neukonstruktion in der nunmehr bekannten Kartonschachtel an den Fachhandel aus. Das Modell ist mit einer fixen, passgenauen Plastikummantelung eingelegt. Nach dem seitlichen Entriegeln ist das Modell aus der klappbaren Plastikform entnehmbar, nachdem die noch vorhandenen Plastikfolien entfernt wurden. Das Lokmodell steht auf einem Plastikgleis. Dem Modell liegen in einem Zurüstbeutel noch bei: Bremsschläuche und Kupplungshaken zur Selbstmontage, die üblichen Werbefolder und die mehrsprachige Betriebsanleitung inkl. Ersatzteilblatt.
Technik
Die Antriebskomponenten des Modells sind im Lokgehäuse untergebracht. Das Gehäuse ist am Chassis festgeschraubt. Zwei Schrauben sind an der Unterseite zu lösen, um das Gehäuse nach oben abziehen zu können. Beim Innenleben zeigt sich die Zentralplatine. Die berücksichtigte Zentralplatine ist an der Unterseite der Platine vorgesehen, eingebaut ist eine Digital-Schnittstelle PluX22. Der Mittelmotor mit den beiden Schwungmassen sorgt für einen ruhigen Lauf. Dieser treibt über beidseitige Kardanwellen die Stirnrad-/Schneckengetriebe an. Es werden alle vier Achsen angetrieben. Die Haftreifen sind jeweils einseitig an den beiden inneren Achsen aufgezogen. Die Neukonstruktion ist mit einer Kurzkupplungskulisse nach NEM 362 versehen.
Fahreigenschaften
Mit 517 Gramm Eigengewicht bringt das Modell ein ordentliches Gewicht auf die Schienen. Das Vorbild hat eine Höchstgeschwindigkeit von 140 km/h für die Serienmaschinen. Die drei Voraussloks waren nur für 130 km/h zugelassen. Messungen bei 12 V Gleichstrom ergaben umgerechnete Werte im Analogbetrieb von ca. xxx km/h. Die berechnete Modellgeschwindigkeit ist gegenüber der Vorbildgeschwindigkeit um ca. xxx % zu schnell, gegenüber dem NEM-Wert – unter Berücksichtigung der Erhöhung um 30 % – ist die Modellgeschwindigkeit um ca. xxx % zu langsam.
Optik
Die vorliegende 215 054-8 ist eine Lok in der Serienausführung. Markant wirkt dabei die Kastenform. Mit der Neukonstruktion ist Piko wieder ein sehr passables Modell gelungen und zeitigt somit ein Modell dem gegenwärtigen Stand der Technik. Das Piko-Modell zeichnet sich durch feine und tiefe Gravuren am Lokgehäuse aus. Gerade die Lüftergitter weisen entsprechende Detailierung auf. Der Blick auf den Fahrzeugrahmen zeigt einen glatt ausgeführten Unterfluranbau, aber schon filigraner offenbart sich der Fahrzeugboden, indem dort verschiedene Detaillierungen umgesetzt wurden. Die Griffstangen der Führerstandstüren sind eingesetzte Kunststoffteile, die Türgriffe sind erhaben dargestellt und farblich abgesetzt.
Die Frontpartie mit der gekanteten Bauform offenbart weitere Details der Neukonstruktion. Auch hier wurden bereits sämtliche Griff- oder Haltestangen eingesetzt, ebenso auch die silbernen Scheibenwischer. Die Kühlergriller sind einheitlich ausgeführt. Das Modell gestattet übrigens einen Durchblich durch den Maschinenraum, außerdem wurden hinter den Fenstern 3D-Nachbildungen berücksichtigt. Das Dach weist ebenfalls verschiedene Detaillierungen auf. Feine Gravuren markieren nicht nur die Größen der Dachfelder, sondern es wurden verschiedene Dachöffnungen und Konsolen nachgebildet. Der Blick auf die Drehgestelle offenbart gelungene Drehgestelle mit dreidimensionaler Durchbildung und entsprechender Tiefenwirkung.
Farbgebung und Bedruckung
Die Lackierung des neuen Piko-Modells entspricht der damaligen Ausführung, wie die Fahrzeuge in Dienst gestellt wurden. Tadellos umgesetzt sind neben den silbernen Zierlinien auch die Anschriften. Die Bedruckung ist lupenrein und trennscharf aufgetragen. Während sämtliche Anschriften in weißer Farbe aufgetragen ist, sind die DB-Embleme silbern ausgeführt. Die 215 054-8 beim Bw Hagen-Eck bzw. in der BD Wuppertal beheimatet, als Ausbesserungswerkstatt ist das AW Bremen angeschrieben. Im Revisionsraster stehen als letztes Untersuchungsdatum die Angaben Abn. REV Brm 28. 4.70.
Beleuchtung
Es versteht sich von selbst, daß die neue 215 mit einem LED-Beleuchtungskonzept ausgestattet ist. Zum Einbau gelangten warmweiße und rote LED zur Darstellung des dreibegriffigen Spitzenlichts bzw. des zweibegriffigen Schlußlichtes. Die Digitalmodelle sind zusätzlich noch mit einer Maschinenraumbeleuchtung bzw. einer Führerstandsbeleuchtung für die Führerstände 1 oder 2 ausgestattet.
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