Trix 23775: DB AG Apmz 125.3

Die Großraumwagen der Gattung Apmz 125.3 sind aus der Vorgängerbauart Apmz 121 entstanden. Hierbei handelt es sich eindeutig um frühere Rheingoldwagen 1. Klasse Großraum aus dem Jahr 1962. Die ab 1969 beschafften Wagen der DB wurden als Bauart Apmz 121.1 bzw. Apmz 121.2 in Dienst gestellt und unterschieden sich durch die eingebaute Mehrspannungsklimaanlage oder nach Umbau ihrer Einspannungsklimaanlage. Ein weiterer Bauartunterschied betraf die veränderte Stirnwand-Bauform im Dachbereich. Die eingebauten Sitze waren ursprünglich als drehbare Doppelsitze ausgeführt. Im Einstiegsbereich waren Garderoben, ein Zugtelefon und Gepäckablagen untergebracht. Einige Wagen der Bauart Apmz 121.1 wurden nachträglich mit geschlossenen WC-Systemen zu Apmz 121.3 umgebaut. Aus diesen Wagen wurde dann die hier vorgestellte Bauart Apmz 125.3 abgeleitet. Als Änderungen sind zu nennen: geänderte Sitzanordnung und Einbau eines neuen Abfallsystems beim Wagenende 1. Alle Wagen dieser Bauart sind druckdicht ausgeführt.


Modellvorstellung

Die Neukonstruktion des Großraumschnellzugwagens der DB AG beruht auf den Herbstneuheiten 2020 des Göppinger Herstellers anläßlich dem Jubiläum „50 Jahre InterCity 1971 – 2021“. Die Zuggattung „InterCity“ wurde erstmals im Winterfahrplan 1968/69 erwähnt und galt als neue Bezeichnung für sechs ehemalige F-Zugpaare. Am 26. September 1971 wurde der IC-Verkehr flächendeckend eingeführt. Das neue Angebot „IC ’71 – Deutschland im Zweistundentakt“ manifestiert sich in einem starren System aus vier Linien im Blockzugsystem, die im angenäherten Zwei-Stunden-Takt fahrzeugoptimiert und mit fünf Verknüpfungspunkten durch Umsteigemöglichkeiten für eine große Flächenwirkung sorgten. Seither wurde dieser vertaktete Fernverkehr seitens der DB ständig weiter entwickelt. Weitere Verbesserungen wurden mit dem IC 79 oder IC 85 ausgerollt, bis im Jahr 1991 eine völlige Neuordnung des deutschen Fernverkehrs mit der Einführung des ICE erfolgte.

Die Modellkonstruktion des als Apmz 125.3 ausgeführten Großraumwagens basiert auf den im Mittelmaßstab 1:93,5 entstandenen Neukonstruktionen. Die Modellumsetzung ergänzt somit die Produktpalette der als liebevoll „Lazarettwagen“ genannten Fahrzeugflotte. An dieser Stelle sei nochmals erwähnt, daß bei Märklin/Trix weitere Neukonstruktion und/oder Formvarianten entstanden sind.

Die Aufmachung des Apmz 125.3 orientiert sich an den Schwestermodellen und ist mit entsprechenden Anschriften versehen. Das Modell dient zur Nachbildung des Zugpaares „IC 2013 Allgäu“ vom Ruhrgebiet nach Oberstdorf im Allgäu. Das Modell kann aber auch in anderen Konstellationen eingesetzt werden. Das Trix-Modell ist für die Gleichstrom-Modellbahner gedacht, die Märklin-Ausführung für die Mittelleiter-Fraktion. Letzt genannte Ausführung wird unter der Artikelnummer 43775 geführt. Der UVP des Modell beträgt wiederum € 87,99 UVP.

Auch hier gilt zu sagen, daß der hohe Preis zunächst zu verschrecken vermag, doch hat der Hersteller in das Modell eine LED-Innenbeleuchtung eingebaut und eine stromführende, aber trennbare Kupplung vorgesehen. Diese dient unter anderem zur Schaltung der Innenbeleuchtung, wobei diese Funktion ein Decoder übernimmt, der im IC-Steuerwagen untergebracht ist. Außerdem hat der Hersteller je nach Wagentyp die Inneneinrichtung und die Übergänge angepasst. Beim vorliegenden Modell des Apmz 125.3 sind Gummiwulst-Übergänge berücksichtigt. Mit dem Herausziehen dieser Teile löst sich die Fixierung des Wagenkastens vom Chassis, damit kann dieses Fahrzeugteil problemlos nach oben abgezogen werden.

Die Auslieferung des 1. Klasse Großraumwagens erfolgt in der üblichen Märklin- bzw. Trix-Verpackung. Die Kartonschachtel nimmt den Blistereinsatz mit den beiden Befestigungsohren auf. Zum Lieferumfang gehört auch eine Betriebsanleitung.

Das Modell ist sauber lackiert. Die Bedruckung bzw. Anschriften wurden im Digitaldruckverfahren ausgeführt, wobei die Druckqualität unterschiedlich ausgefallen ist. Das Modell ist mit der bereits mehrfach genannten Gattungsbezeichnung angeschrieben, die Wagennummer lautet dabei auf 61 80 18-90 359-0. Im Revisionsraster werden die Angaben Unt. WWX 30.08.02 gemacht. Der Heimatbahnhof ist Dortmund der DB Reise & Touristik AG.

Der im Maßstab 1:93,5 ausgeführte Schnellzugwagen ist komplett aus Kunststoff gefertigt. Man sieht dem Wagen einen hohen Detaillierungsgrad an. Verschiedene Details speziell im Türbereich sind sauber graviert und kommen daher gut zur Geltung. Die Nachbildung des Wagenbodens ist durch die herabgezogenen Schürzen zwar verdeckt, wurden aber dennoch umgesetzt. Auf den Wagenschürzen sind weitere Detaillierungen zu erkennen, vor allem sind die Bremssteller farblich abgesetzt bzw. sind verschiedene Gravuren sichtbar. Die Aufhängung der Drehgestelle erfolgt wie bei den Schwestermodellen außermittig am Drehgestell, um auch so die Kurvengängigkeit bei Radien von 360 mm zu gewährleisten. Das Modell ist mit Drehgestellen der Bauart Minden-Deutz schwer mit Scheibenbremsen, Magnetschienenbremsen und Schlingerdämpfer versehen.


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