Trix 15077 + 15409: DB-Umbauwagen vierachsig

Die Deutsche Bundesbahn ließ nach dem Zweiten Weltkrieg aus vorhandenen Spenderwagen mehrere Serien von vierachsigen Umbauwagen in den eigenen Ausbesserungswerken fertigen.

BDyg 531: Die vierachsigen Umbauwagen der 2. Wagenklasse mit Gepäckraum entstanden (ebenfalls) aus Bauteilen und Baugruppen älterer Wagen aus der Länderbahnzeit und neuen, vollkommen geschweißten Kastenaufbauten mit eingezogenen Fahrgasteinstiegen an den Enden und in der Fahrzeugmitte. Eine Wagenhälfte bestand aus einem Großraumabteil mit 36 Sitzplätzen der 2. Wagenklasse und eine vom Einsteigraum zugängliche Toilette mit Waschgelegenheit. In der anderen Wagenhälfte war ein großräumiges Gepäckabteil untergebracht, in welchem sich ein Dienstabteil mit zwei Sitzplätzen und zwei Tischen befand, aber auch ein Schrank für die gängigen Ersatzteile, Wertgegenstände oder Rettungskasten. Ein Teil der Flotte wurde mit Drehgestellen der Bauart Minden-Deutz versehen, andere wiederum liefen auf preußische Regeldrehgestelle oder Schwanenhals-Drehgestellen.

AByg 503: Nach drei Prototypen aus den Jahren 1955 und 1957 und nach einem weiteren Probewagen stellte die DB ab 1958 eine große Anzahl vierachsiger Umbauwagen der 1. und 2. Wagenklasse in Betrieb. Von ersten Wagen unterschied sich der Serienbau vor allem durch eine andere Aufteilung des Innenraums. Die Fahrzeuge mit der Gattungsnummer 503 erhielten nur noch eine Toilette, die im Großraum der 2. Klasse direkt anschließend an den Mitteleinstieg eingebaut wurde. Dadurch konnte das Sitzplatzangebot in der 1. Klasse auf 24 Plätze erweitert werden. Sowohl im Raucher- als auch im Nichtraucherabteil stehen je zwölf Sitzplätze zur Verfügung. Die für Eilzüge bestimmten Wagen mit Gummiwulstübergänge laufen auf Drehgestellen der Bauart Minden-Deutz.

Byg 516: Diese Serie der vierachsigen Umbauwagen gehört einer dritten Spielart dieser Wagenserie (vierachsige Umbauwagen der 2. Wagenklasse) an und wurden ursprünglich als B4yg-56a in Dienst gestellt. In ihrer gesamten Ausführung vom Untergestell und geschweißten Wagenkasten entsprechen sie den Umbauwagen der Bauart 58. Sie unterscheiden sich jedoch durch neue Drehgestelle der Bauart Minden-Deutz mit Tiefanlenkung. Über jedem der beiden Fahrgasträume mit je 36 Sitzplätzen in der Anordnung 2 + 2 sind auf dem Dach vier Lüfter der Bauart Kuckuck angebracht. Die Fenster mit einer Breite von 1.000 mm sind bei allen Umbauwagen als Übersetzfenster mit Leichtmetallrahmen ausgeführt. Die durch den Einsatz der elektrischen Triebwagen der Baureihen ET 420/421 im Stuttgarter S-Bahn-Verkehr entbehrlich gewordenen Mittelwagen der Baureihe 865 wurden als Byg 516 übernommen.


Modellvorstellung

Text folgt


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