DGEG: Die Dampflokomotiven der Baureihen 92 bis 99 der DRG, DRB, DB und DR
Nachdem der Band 4 in einer überarbeiteten Neufassung erschienen ist, gelangte zeitgleich auch der letzte Band dieser Buchreihe in den Fachhandel. Man nimmt sich hierbei den letzten Tender- und Schmalspurlokomotiven deutscher Herkunft an.
Ingo Hütter beschreibt in diesem Werk nicht weniger als 339 verschiedene Dampflokkonstruktionen, die in diesen nur acht Baureihennummern zeitlebens entstanden sind. Als Basis und gemeinsamer Nenner dient der Zeitraum der Deutschen Reichsbahn Gesellschaft bzw. die Deutsche Reichsbahn von 1920 bis 1945 sowie die Nachfolgeverwaltungen DB und DR, wobei die Kriegshandlungen infolge des Zweiten Weltkrieges zum inflationären Erscheinen vieler Baureihen (Eingliederungen) beigetragen hat.
Auch die letzte Ausgabe dieser Buchserie richtet sich speziell an Personen, die sich mit der Lokomotivstatistik auseinander setzen. Es dient aber auch als sehr gutes Nachschlagewerk für alle jene, die mit dieser Materie nicht so vertraut sind. Der umfangreiche Statistikteil, der seitenmäßig das Gros des Buches einnimmt, vermag in jeder Hinsicht allerlei Informationen preis zu geben, und zwar welche Lokomotive Zeit ihres Lebens welche Betriebsnummern trug und bei welcher Bahnverwaltung von wann bis wann gewesen ist. Gerade die farbliche Abhebung des Statistikteiles erleichtert ein Lesen der Zeilen um ein wesentliches und ist als gute Orientierungshilfe im Zahlenwirrwarr zu betrachten. Wer die vorigen vier Bände sein Eigen nennt, weiß ohnehin, was zu erwarten ist. Dazu gehören auch kurze Texte über die jeweilige Type und auch weiterführende Literaturhinweise.
Abschließend sei aber noch auf ein besonderes Kapitel im Buch hingewiesen. Es ist das Vorwort, indem der Autor seine Anfänge seines Tuns beschreibt. Das lebhafte Interesse an Zahlen, aber auch die durchgeführten Besuche seines großen Mentors haben bis heute zu einem Datenschatz geführt, den es zu Beginn noch nicht gab. Und dabei kommen auch Erinnerungen bei mir wach, als ich noch während der Schulzeit begann, mich für die österreichische Lokgeschichte zu interessieren. Diese begannen einerseits mit der Kontaktaufnahme zu Erich Hoch und in mehreren Besuchen bei der Familie Hütter in Celle, wo ich stets sehr freundlich und unkompliziert als Gast empfangen wurde. Ich denke, zum Abschluß dieser Buchserie und in Anbetracht des übergesprungenen Virus sind dankende Worte mehr als gerechtfertigt.
Allgemeine Infos:
Verlag: DGEG Medien, Hövelhof
Autor: Ingo Hütter
Buchhülle: Hardcover
Umfang: 546 Seiten / 22,0 x 30,3 cm
Fotos: 524
Skizzen: –
ISBN: 978-3-946594-37-6
Verkaufspreis: € 59,80 [D]/[A]